Stadtwerke Bendorf
Umweltgerechte Regen- und Abwasserentsorgung
Bei der Erschließung des Gewerbegebiets „Langfuhr“ setzen Stadtwerke auf differenziertes System
Bendorf. Um den gestiegenen umweltfreundlichen Anforderungen bei der Schmutz- und Oberflächenwasserentsorgung zu entsprechen, geht die Stadt Bendorf im Rahmen der Erschließung des Gewerbegebiets „In der Langfuhr“ neue Wege. Innerhalb der 5,7 Hektar großen Fläche wird ein Trennsystem geschaffen, das das Schmutzwasser zur Kläranlage ableitet, das Regenwasser aber vor allem bei starken Niederschlägen, wie sie gerade in jüngster Zeit häufig vorkamen, nur dosiert abgibt. Die dafür notwendigen Arbeiten sind ausgesprochen umfangreich, denn sie erfordern den Bau eines sogenannten Stauraumkanals, der eine Gesamtlänge von 160 Metern aufweist und aus zwei begehbaren Kanalrohren mit einem Durchmesser von jeweils 1,80 Meter besteht. Dieser Stauraumkanal kann bis zu 330 Kubikmetern Regenwasser aufnehmen, die dann gedrosselt dem Saynbach zugeführt werden. Dieses System nach Art sogenannter Regenrückhaltebecken entlastet bei großen Niederschlagsmengen nicht nur die Kläranlage und schützt sie vor Überflutungen, sondern verhindert auch einen sprunghaften Anstieg des Saynbachs mit all seinen umweltschädlichen Folgen. Die Gesamtbaukosten für diese Tiefbaumaßnahme belaufen sich auf 500 000 Euro. Die Bendorfer Stadtwerke haben in den zurückliegenden Jahren bereits etliche Millionen Euro in die Kanalisierung zur Entsorgung von Schmutz- und Regenwasser investiert und dabei zunehmend auf ein differenziertes Kanalsystem gesetzt, betonten der stellvertretende Leiter der Stadtwerke Bendorf, Siegfried Pösch, und der Erste Beigeordnete der Stadt, Bernhard Wiemer, bei einem Ortstermin. Aus gutem Grund, denn ein solches System ist nicht nur umweltfreundlich, sondern langfristig auch wirtschaftlich, da es unsinnig wäre, auch das gesamte Oberflächenwasser, das keinen nennenswerten Verschmutzungsgrad aufweist, der Kläranlage zuzuführen.
Pressemitteilung
der Stadtwerke Bendorf