Stadtwerke Bendorf
Wie sich Kosten senken lassen
Bendorf. In der Bendorfer Kläranlage dreht sich nicht nur das Schmutzwasser im Klärungsbecken im Kreis, sondern auch die Energie bildet einen effizienten Kreislauf.
Dabei spielt der Faulturm eine wichtige Rolle. Abwassermeister Wolfgang Nett erläuterte dies anschaulich bei einem Treffen mit dem Ersten Beigeordneten der Stadt Bendorf, Bernhard Wiemer, dem Werkleiter der Stadtwerke Bendorf, Klaus Kux, und dem Kleeblatt.
Um den Schlamm im Faulturm ständig auf rund 38 Grad Wärme zu halten, wird natürlich Wärme verbraucht.
Diese Wärme fördert aber optimal die Aktivität der zersetzenden Bakterien.
Gleichzeitig wird während der Zersetzung Methangas gewonnen, das wiederum über das eigene Blockheizkraftwerk (BHKW) in Strom und Wärme umgewandelt wird. Dieser Kreislauf wird jetzt noch effizienter durch die neuen Umwälzpumpen, die den Schlamm im Turm in Bewegung halten. Rund 7,5 Kilowatt pro Stunde werden durch die neuen Pumpen weniger verbraucht - und das 24 Stunden am Tag. Bei 365 Tagen im Jahr lassen sich so rund 10.000 Euro an Stromkosten sparen. Damit amortisiert sich die Investition in die neuen Pumpen schnell. Und wenn mehr Methangas anfällt, als für die Verstromung gebraucht wird, lässt sich der Überschuss in einem Gasbehälter lagern.
Langfristige Kostensenkung
Auch die jetzt neu einzubauenden Membran-Belüfter im Belebungsbecken helfen, die Kosten auf Dauer noch weiter zu senken. 180 solcher Membran-Belüfter werden derzeit eingebracht, die deutlich mehr Sauerstoff in das Becken einbringen als die alten Belüfter. Dadurch verkürzen sich wiederum die Laufzeiten der Gebläse und senken so den dafür benötigten Energieeinsatz deutlich. Die dazugehörigen Gebläse wurden bereits erneuert.
Pressemitteilung
der Stadtwerke Bendorf
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