Allgemeine Berichte | 14.09.2020

1. MoselCleanUp

10.000 Helfer haben mitgemacht

Koblenz. Die Premiere des MoselCleanUps war ein Riesen-Erfolg: Rund 10.000 Helferinnen und Helfer haben das Mosel-Ufer von der Quelle bis zur Mündung gesäubert. Das Sammelergebnis: rund 50 Tonnen Plastik, Schrott, Glas und Papier. Auch zahlreiche Masken waren unter den Fundstücken.

Regional-Koordinator Willi Kohlmann ist mit der Bilanz des ersten MoselCleanUps sehr zufrieden: „Immerhin haben 80 Gruppen mitgemacht. Das ist ein überzeugender Start. Das Engagement der vielen Helferinnen und Helfer war großartig.“

Besonders aktiv war die Stadt Trier, wo Umweltberater Johannes Hill gleich mehrere Gruppen koordinierte. Sehr engagiert war auch die Stadt Cochem, an der Spitze mit Bürgermeister Walter Schmitz. Er war einer der ersten, die die Aktion unterstützt haben: „Man muss als Vorbild vorangehen. Und nicht warten, bis andere den Müll wegräumen.“

Teilnehmer aus Frankreich und Luxemburg sorgen für Internationalität. Dazu Ingo Lentz: „Das war ein Einstieg. Im nächsten Jahr werden wir uns um den französischen Teil der Mosel noch intensiver bemühen. Zum Beispiel mit einer übersetzten Website.“

Europa- und bundesweit war die Initiative, die zeitgleich auch den RhineCleanUp und den CleanUp organisiert hat, sensationell erfolgreich: Mehr als 30.000 freiwillige Helfer waren heute an Rhein und Mosel unterwegs. Insgesamt wurden bei diesen Aktionen rund 300 Tonnen Unrat eingesammelt.

Der Rhein wurde schon zum dritten Mal gesäubert – und zwar wieder von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung bei Rotterdam. Insgesamt 300 (!) Gruppen haben mitgemacht. In den Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln beteiligten sich jeweils über 2000 Menschen an dieser Aktion, auch die Städte Duisburg, Mainz und Mannheim lagen deutlich über 1000 Teilnehmer. Initiator Joachim Umbach ist von diesem Ergebnis überwältigt: „Diese Menschen haben es begriffen: Das ist zwar nicht ihr Müll, aber es ist unser Planet.“ Er hofft, dass von dieser Veranstaltung ein Signal ausgeht: „Ziel ist es, eine Bewusstseinsänderung herbeizuführen: Müll muss ordentlich entsorgt werden, er gehört nicht in die Natur.“

Beim ersten Gesamt-CleanUp an der Ruhr machten rund 5.000 mit. Hier wurden rund 20 Tonnen Müll gesammelt.

Unterstützt wurde das CleanUp-Team auch in diesem von der Deutschen Postcode Lotterie, Hauptförderer der Aktion. Joachim Umbach: „Ohne diese Hilfe wären wir nicht in der Lage ein Projekt dieser Größenordnung zu stemmen.“

Von diesen Erfolgen ermuntert, haben die Initiatoren von Rhine-, Mosel- und RuhrCleanUp gleich den Termin der Aktion im nächsten Jahr verkündet: Samstag, 11. September 2021. Dann nicht nur an Rhein, Mosel und Ruhr, sondern auch noch an Main, Neckar, Lahn und Nahe. Dazu Joachim Umbach: „Wir haben viele Anfragen aus diesen Regionen. Es ist jetzt ein Jahr Zeit, um eine vernünftige Organisationsstruktur aufzubauen. Wir packen es an.“

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