Fastelovend in der alten und freien Herrlichkeit Erpel
11 x 11 Jahre GEK – Eine Session, die Geschichte schrieb
Erpel. Die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft 1905 e.V. blickt auf eine ganz besondere Session 2025/2026 zurück. Im Jubiläumsjahr „11 x 11 Jahre GEK“ wurde nicht nur gefeiert, sondern auch deutlich, wie lebendig der Fastelovend in der alten und freien Herrlichkeit Erpel ist. Diese Session war weit mehr als nur eine närrische Zeit – sie war ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Ehrenamt und echte Heimatverbundenheit.
Ein feierlicher Auftakt im Jubiläumsjahr
Der Startschuss fiel am 8. November 2025 mit der Sessionseröffnung im Bürgerhaus Erpel. In festlicher Atmosphäre wurde das Prinzenpaar proklamiert: Prinz Rainer und Prinzessin Sabine. Mit Herzlichkeit, Nahbarkeit und spürbarer Freude führten sie durch diese besondere Jubiläumssession – begleitet von Prinzengarde, Elferrat, Stadtsoldaten, Ehrengarde sowie den Kinder- und Jugendgarden.
Prunksitzung und Heimatorden – Glanzpunkt im „Erpeler Gürzenich“
Ein erster großer Höhepunkt folgte mit der Großen Prunksitzung in der Mehrzweckhalle – dem liebevoll genannten „Erpeler Gürzenich“. Vor ausverkauftem Saal zeigten die vereinseigenen Tanzgruppen eindrucksvoll, wie viel Qualität und Leidenschaft in der GEK steckt. Wortbeiträge, Musik und Show sorgten für beste Stimmung.
Ein besonders emotionaler Moment des Abends war die Verleihung des Heimatordens an Dorothea Holkenbrink – eine Ehrung, die gerade im Jubiläumsjahr eine besondere Bedeutung hatte.
Night Fever, Kinderkarneval und Frühschoppen
Mit der GEK Night Fever Party bewies der Verein, dass Tradition und moderne Partyformate hervorragend zusammenpassen. Beim Kinderkarneval verwandelte sich die Mehrzweckhalle in ein buntes Meer aus Kostümen – ein starkes Zeichen dafür, wie lebendig der Nachwuchs in Erpel ist. Der karnevalistische Frühschoppen knüpfte nahtlos an diese Begeisterung an und brachte die Generationen zusammen.
Unterwegs in der Region
Die GEK mit ihrem Jubiläumsprinzenpaar war weit über die Ortsgrenzen hinaus unterwegs – bei Prinzentreffen, Biwaks und Veranstaltungen in den Verbandsgemeinden Unkel und Linz, in Strauscheid, Waldbreitbach, Wesseling und weiteren Orten der Region. Ein besonderes Erlebnis war der Empfang des Kölner Dreigestirns im Amt für Heeresentwicklung sowie die Besuche in Bonn. Solche Momente zeigen die enge Verbundenheit des rheinischen Karnevals untereinander.
Kölsche Mess, Rathauserstürmung und Weiberfastnacht
Die Kölsche Mess in der Pfarrkirche setzte einen besinnlichen Akzent, bevor es bei der Rathauserstürmung wieder laut und närrisch wurde – das Rathaus fest in Narrenhand.
Der Möhnentag begann traditionsgemäß früh: vom Prinzenfrühstück über Besuche in Geschäften, Kindergarten, Grundschule und Banken bis hin zu Stationen in Bonn und der Verbandsgemeinde. Überall wurde die Gesellschaft herzlich empfangen und glänzte mit einem abwechslungsreichen und vielseitigen Programm.
Traditionelles Verhaften und großer Karnevalszug
Das traditionelle Verhaften im Verhaftungslokal, der Gaststätte „Om Maat“, zeigte einmal mehr, wie viel Wortwitz und Kreativität im Erpeler Karneval steckt. Das Hohe Gericht sorgte für beste Unterhaltung im zum Bersten gefüllten Saal.
Der große Karnevalsumzug bildete den farbenfrohen Höhepunkt der Straßensession. Bei trockener, wenn auch kalter Witterung zog sich der bunte Festumzug durch den historischen Ortskern. Garden, Fußgruppen und Wagen boten ein beeindruckendes Bild und begeisterten die zahlreichen Zuschauer am Straßenrand.
Ein würdiger Ausklang
Am 17. Februar endete die Jubiläumssession mit dem traditionellen Ausklang – ebenfalls „Om Maat“. In geselliger Runde wurde zurückgeblickt, gelacht und auch ein wenig wehmütig Abschied genommen.
11 x 11 Jahre GEK – das bedeutet Geschichte, Verantwortung und zugleich lebendige Zukunft.
Diese Session hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Erpeler Karneval lebt – getragen von engagierten Gruppierungen, einem präsenten Prinzenpaar, einer starken Jugend und einer Dorfgemeinschaft, die fest hinter ihrem Verein steht.
