Evangelischer Kirchenkreis Koblenz - Kreissynode in Bad Neuenahr-Ahrweiler
22 statt 44 Pfarrstellen - konstruktiv mit Veränderungen umgehen
Bis zur Herbstsynode 2019 soll in allen vier Regionen des Kirchenkreises jeweils ein Presbytertag zum Thema „Pfarrstellen- und Gemeindeentwicklung bis 2030“ durchgeführt werden
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz hat kürzlich in Bad Neuenahr-Ahrweiler getagt.
„Agieren“ - Pfarrstellenplanung und Gemeindeentwicklung
Prognosen für das Jahr 2030 besagen, dass von heute 42,25 Pfarrstellen in den 24 Gemeinden des Kirchenkreises Koblenz rechnerisch nur noch 22,44 Pfarrerinnen und Pfarrer ihren Dienst ausüben werden. Die Gründe dafür sind vielfältig und regional verschieden. Zahlreiche Pfarrerinnen und Pfarrer gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Theologischer Nachwuchs ist rar. Der demografische Wandel führt unter anderem vielerorts dazu, dass weniger evangelische Christinnen und Christen zu einer Kirchengemeinde gehören, andernorts wachsen Gemeinden durch große Neubaugebiete. Eine Arbeitsgruppe aus fünf Pfarrerinnen und Pfarrern hat sich 2018 gebildet und im Rahmen eines Workshoptages ermittelt, wie mit den sich abzeichnenden Veränderungen konstruktiv umgegangen werden kann.
Als wichtiges Ziel bezeichnet es Pfarrerin Metje Steinau (Mayen): „die Pfarrkolleginnen und -kollegen für das Thema zu sensibilisieren und deutlich zu machen, dass wir jetzt noch agieren können, während wir irgendwann nur noch reagieren können.“ Erweiternd fügte Pfarrer Markus Risch (Emmelshausen-Pfalzfeld) hinzu, deutlich sei geworden, dass „wir in Zukunft noch mehr auf ein Miteinander angewiesen sind: Wir wollen und müssen, wenn die Ergebnisse nachhaltig sein sollen, unten ansetzen – an der Basis, bei den Gemeinden und den Gemeindeleitungen, den Presbyterien!“ Als wichtigen Zwischenschritt brachten die Synodalen auf den Weg: „Die Kreissynode beschließt, dass bis zur Herbstsynode 2019 in allen vier Regionen des Kirchenkreises (Ahr, Nette, Koblenz, Südwest) jeweils ein Presbytertag zum Thema „Pfarrstellen- und Gemeindeentwicklung bis 2030“ durchgeführt wird. Hier sollen weitere Ideen und Vorschläge zusammengetragen werden, wie auf die in Zukunft sinkende Zahl von Pfarrpersonen in den jeweiligen Regionen reagiert werden kann. Diese Presbytertage werden von einer Vorbereitungsgruppe organisiert, die aus Pfarrerinnen/Pfarrern sowie Presbyterinnen/Presbytern der unterschiedlichen Regionen besteht.“
Kirchen auf der Landesgartenschau 2022
Wenn die Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler in vier Jahren Gäste an die Ahr lockt, beteiligen sich auch die Kirchen am Programm. In enger ökumenischer Verbundenheit ist die Planung für insgesamt sechs Monate Landesgartenschau angelaufen. Zuständig für die Evangelische Kirchengemeinde Bad Neuenahr sind Thomas Rheindorf und Rüdiger Humke. Zur Mitgestaltung ermutigten in ihren Grußworten zur Synode ausdrücklich Jörn Kampmann, Geschäftsleitung der Landesgartenschau 2022 gGmbH, und Bürgermeister Guido Orthen. Der Kreissynodalvorstand fasst in Kürze einen Beschluss zur offiziellen evangelischen Beauftragung.
Zum nicht-theologischen Abgeordneten der Landessynode wählte die Kreissynode Jörg Wienpahl, Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde Mendig.
Vorschau
Die nächste Kreissynode findet statt am Donnerstag, 15. und Freitag, 16. November in Koblenz.
Der Evangelische Kirchenkreis Koblenz ist ein regionaler Zusammenschluss von 24 Kirchengemeinden mit insgesamt 80.969 Protestantinnen und Protestanten im nördlichen Rheinland-Pfalz (Stand Oktober 2018 / Anfang 2017: 81.523). Er dehnt sich aus von Oberwinter im Norden bis zum südlichsten Zipfel in Oberdiebach und Manubach, geht den Hunsrück hinauf bis Emmelshausen und Pfalzfeld, in das Moseltal hinein bis Cochem und in das Ahrtal bis Adenau. Flächenmäßig bildet er so den zweitgrößten Kirchenkreis innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Pressemitteilung
Evangelischer Kirchenkreis
Koblenz
Rückblick und Ausblick - Superintendent Pfarrer Rolf Stahl legt seinen Bericht zur Kreissynode vor.
