Allgemeine Berichte | 18.06.2026, 15:45 Uhr

Bürgerinitiative will offene Debatte vom Thema Fußgängerzone in der Innenstadt

289 Unterschriften für Sinzigs Zukunft

(von links) Andreas Geron, Anna Klein, Karin Dörfler und Lara Gotta im Sitzungssaal des Rathauses.  Foto: GS
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Sinzig. Wie sieht ein neues Verkehrskonzept für die Sinziger Innenstadt aus? Verkehrsberuhigt oder temporäre Fußgängerzone? Diese Fragen beschäftigen mittlerweile seit acht Jahren die Politik. Aber auch die Gewerbetreibenden haben sich positioniert. Und ganz aktuell meldet sich Anna Klein als Organisatorin einer Bürgerinitiative zu Wort, denn die Thematik einer Fußgängerzone für die Sinziger Innenstadt aktuell zum Teil heiß diskutiert.

„Als Anwohnerin der Innenstadt ist mir aufgefallen, dass diese Diskussionen sehr emotional geführt werden und die beiden vorliegenden Konzepte von einigen Beteiligten rundweg abgelehnt werden“, sagt Anna Klein. „Um der Diskussion einen positiven Blick auf eine mögliche Fußgängerzone mitzugeben habe ich einen offenen Brief an Bürgermeister Andreas Geron sowie an die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates und den Ortsvorsteher der Kernstadt verfasst und mit Mitstreitern Unterschriften für diesen Brief gesammelt.“

Den Brief samt einer Mappe mit insgesamt 289 Unterschriften von Bürgern aus allen Stadtteilen übergab Klein im Rathaus gemeinsam mit Lara Gotta und Karin Dörfler an den Stadtchef. Ein Unterfangen, das Geron als aktives Mitgestalten der Demokratie wertete und unterstrich: „Die Politik macht sich die Entscheidung nicht leicht.“

Übergabe im Rathaus

Da greift die Aktion von Anna Klein, die sich wünscht, dass „alle Beteiligten beim Thema Fußgängerzone kompromissbereit sind“. Hier ein Blick in den offenen Brief, den Geron im Sitzungssaal des Rathauses in Empfang nahm:

„Im Laufe der vergangenen Woche konnten wir eine neu aufkommende Diskussion um mehrere Varianten einer Fußgängerzone in der Sinziger Innenstadt beobachten, die zum Teil sehr emotional geführt wird. Es gibt Bedenkenträger, die durchaus begründete Befürchtungen haben, was aussterbende Geschäfte und ausbleibende Kunden angeht“, schreibt Klein.

Und weiter: „Mit diesem Schreiben möchten wir uns positiv für eine offene Debatte rund um mögliche Fußgängerzonenvariationen aussprechen. Wir wünschen uns Sinzig als eine Stadt, die mutig in die Zukunft blickt und die Innenstadt für alle Bürger, Bewohner der Kernstadt sowie der Ortsteile als einen attraktiven Raum zum Verweilen gestaltet. Die Konzepte zur Neugestaltung der Plätze sind uns bekannt, der Pico-Park erfreut sich bereits bei Jung und Alt großer Beliebtheit und wir würden uns freuen wenn die Fußgängerzone als verbindendes Element dieser Orte die Innenstadt zu einem Platz mit Aufenthaltsqualität für alle macht.“

„Neues wagen“

Leider mache der zum Teil massive Verkehr in der Innenstadt diese unattraktiv für Eltern, Großeltern, Touristen und Kunden. „Wir laden nicht zum Bummeln und Verweilen ein, sondern zum schnellen Davonhasten nach einem gezielten Einkauf, mit leichtem Bedenken wegen möglicherweise überschrittener Parkzeiten. Wir betrachten eine Fußgängerzone als positive Öffnung der Innenstadt mit Vorteilen für alle Beteiligten, Gastronomie, Bäckereien, kleine Läden, Kunden und Anwohner. Wir bitten um eine offene Debatte, die die Bedürfnisse aller Sinziger in den Blick nimmt, die ermöglicht Neues zu wagen und die Sinzig fit für die Zukunft macht.“

Bürgermeister Andreas Geron sicherte zu, diese Argumente mit in die Diskussion zu nehmen und anerkannte deren Sachlichkeit. Wie die Diskussion aber letztlich ausgehen wird, ist offen. Geron: „Noch wird nichts entschieden. Aber alle Möglichkeiten werden diskutiert.“ GS

(von links) Andreas Geron, Anna Klein, Karin Dörfler und Lara Gotta im Sitzungssaal des Rathauses. Foto: GS

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