Allgemeine Berichte | 06.08.2026, 14:25 Uhr

Auch in unserer Region gibt es sie: Menschen, die nicht im Rampenlicht stehen, aber jeden Tag Großes leisten:

HeimatHelden: Mia Steinheuer ist mit Herz und Engagement für andere da

Mia bringt sich mit Herz für ihre Mitmenschen ein.  Foto: privat
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Bad Neuenahr-Ahrweiler/Sinzig. Menschen, die zuhören, helfen, Verantwortung übernehmen und anderen Mut machen. Eine unserer „HeimatHeldinnen“ ist Mia Steinheuer aus Sinzig.

Mia wurde am 17. August 2007 geboren und lebt in Sinzig. Nach ihrem Abitur am Are-Gymnasium im Jahr 2025 entschied sie sich bewusst für einen besonderen Weg: Statt einfach eine Auszeit zu nehmen, wollte sie Erfahrungen sammeln, Verantwortung übernehmen und Menschen begleiten. Seit dem 1. September 2025 absolviert sie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der besonderen Wohnform der Eingliederungshilfe im Haus Alexander der Stiftung Bethesda in Bad Neuenahr. Das Haus Alexander bietet 52 Wohnplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ziel der Einrichtung ist es, den Bewohnerinnen und Bewohnern eine möglichst selbstbestimmte Lebensplanung und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Zum Angebot gehört auch eine externe Arbeitstherapie in Ahrweiler, in der Mia ebenfalls eingesetzt war.

Mit Herz und Engagement im sozialen Alltag

Ein FSJ im sozialpsychiatrischen Bereich ist eine besondere Herausforderung. Täglich begegnet man Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten – darunter auch Schicksale, die berühren und manchmal belastend sein können. Die Arbeit erfordert Einfühlungsvermögen, innere Stärke und die Fähigkeit, auch schwierige Situationen zu meistern. Mia hat von Beginn an gezeigt, dass sie diese Eigenschaften mitbringt. Mit ihrer offenen, freundlichen und zugewandten Art begegnete sie den Bewohnerinnen und Bewohnern stets mit Respekt und auf Augenhöhe. Sie fand die richtige Balance zwischen professioneller Distanz und echter Empathie – eine Fähigkeit, die man nicht einfach lernen kann. Man hat sie oder man trägt sie im Herzen. Vom ersten Tag an war Mia hoch motiviert, verbreitete gute Laune und zeigte großes Interesse an der sozialpsychiatrischen Arbeit. Schnell übernahm sie verantwortungsvolle Aufgaben, natürlich immer begleitet und angeleitet durch das Fachpersonal. Dazu gehörten unter anderem die Begleitung zu Arztfahrten, die Mitarbeit in der Arbeitstherapie sowie die aktive Teilnahme an Teamsitzungen.

Mehr als eine FSJlerin – ein wertvoller Teil des Teams

Dabei wurde Mia nicht nur als Unterstützung wahrgenommen, sondern als echtes Mitglied des Teams. Ihre Sichtweisen und Gedanken gaben den Mitarbeitenden häufig neue Impulse und eröffneten andere Blickwinkel auf manche Situationen. Besonders wertvoll war ihre Beziehungsarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Mia nutzte jede freie Minute, um Gespräche zu führen, Zeit zu schenken und Vertrauen aufzubauen. Ihr Engagement war im gesamten Haus spürbar – sie wurde zu einer Bereicherung für Bewohner und Mitarbeitende gleichermaßen. Auch über den Arbeitsalltag hinaus setzte sich Mia für Teilhabe ein. Sie nahm an zahlreichen Ausflügen teil, organisierte selbst Aktivitäten und unterstützte die Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtung. So wirkte sie unter anderem an Beiträgen rund um den Beruf der Heilerziehungspflege in den sozialen Medien mit.

Ein Jahr, das Zukunft gestaltet

Dass Mia neben ihrer Arbeit auch noch andere Interessen hat, zeigt ihre vielseitige Persönlichkeit: Sie liebt schnelle Autos, geht gerne auf Konzerte und reist gerne. Doch ihr größtes Abenteuer begann sie nach dem Abitur mit ihrem FSJ – einem Jahr voller Begegnungen, Herausforderungen und wertvoller Erfahrungen. Ihr Einsatz hat auch ihren eigenen Weg geprägt. Durch das FSJ hat sich ihr Berufswunsch gefestigt: Ab Oktober 2026 möchte Mia voraussichtlich Soziale Arbeit studieren und ihre Erfahrungen weiter vertiefen. Wenn Mia Ende August ihre Zeit im Haus Alexander beendet, werden die Bewohnerinnen und Bewohner sie vermissen. Denn sie hinterlässt nicht nur Erinnerungen, sondern vor allem das Gefühl, gesehen und wertgeschätzt worden zu sein. Mia Steinheuer zeigt: Heimathelden müssen keine großen Schlagzeilen schreiben. Manchmal reicht es, mit offenem Herzen da zu sein, Verantwortung zu übernehmen und anderen Menschen das Gefühl zu geben: Du bist wichtig.

Mitmachen bei den„HeimatHelden“

BLICK aktuell möchte weiterhin Menschen und Initiativen vorstellen, die sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft engagieren. Wer einen HeimatHelden kennt, kann Vorschläge mit einer kurzen Beschreibung per E-Mail an redaktion@kruppverlag.de senden.

Daniel Robbel

Mia bringt sich mit Herz für ihre Mitmenschen ein. Foto: privat

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