Kleine Feierstunde bei der Verbandsgemeinde Wachtberg
40-jähriges Dienstjubiläum von Wolfgang Köhler
So manches gute Stück herausgefiltert
Wachtberg-Berkum. Ein 40-jähriges Dienstjubiläum feiern zu können, ist heute schon etwas Besonderes. Zu diesem konnte Bürgermeister Jörg Schmidt am 1. Juni Wolfgang Köhler, dem Betriebsleiter der Wachtberger Kläranlagen, gratulieren.
Der ausgebildete Elektroinstallateur trat am 1. Juni 1981 seinen Dienst bei der Gemeinde Wachtberg an. Gestartet als Klärwärter ist er seit 1986 Betriebsleiter der Kläranlagen und seit 2005 an die Gemeindewerke Wachtberg, AöR abgeordnet.
Kaum ein anderer kenne sich im Untergrund mit all seinen Kanälen, Einläufen, Verrohrungen sowie Bächen und Drainagen so gut aus wie Wolfgang Köhler, war Bürgermeister Schmidt überzeugt. „Was wir, die Bürger, in unseren Haushalten, Landwirtschafts- und Gewerbebetrieben an Wasser verunreinigen, versuchen Sie mit Hilfe der Kläranlagen von Schadstoffen und Fäkalien zu befreien“, so Schmidt. Hierzu seien allerbeste Kenntnisse der Wasserwirtschaft, der Beschaffenheit von Abwasser und Schlamm, aber auch von Hygienegrundsätzen und Unfallverhütung gefordert. „Sie überwachen, bedienen, warten und reparieren Klärwerkseinrichtungen und führen Messungen durch“, beschrieb Schmidt Köhlers Arbeitsfeld und dankte diesem in einer Feierstunde im kleinen Kreis für sein vier Jahrzehnte langes Engagement.
40 Jahre… viel passiert, viel erlebt
Dass der Jubilar auch nach 40 Jahren noch mit großer Begeisterung seiner Arbeit nachgeht, zeigte sich anschließend. Da gab Köhler das eine oder andere Anekdötchen zum Besten. 40 Jahre… da habe sich vieles verändert, besonders die Technik habe sich weiterentwickelt. „Es hat mir viel Spaß gemacht, das alles mit aufzubauen“, blickte Köhler zurück. Anfangs hätten sie nur wenige Gerätschaften gehabt, heute hätten sie ein hochmodernes Labor und alles sei digitalisiert. 40 Jahre… da sei auch viel passiert. Wenn dem einen oder anderen Mitbürger mal versehentlich etwas in die Kanalisation falle, versuche man nach besten Kräften, das gute Stück wieder herauszufiltern. Nicht selten sei dies auch geglückt, schmunzelte er und erinnerte sich an so manch kurioses Suchobjekt. Ringe und Scheckkarten seien vergleichsweise häufig darunter, seltener, aber nicht weniger wichtig, seien da schon „die Dritten“ eines Bürgers gewesen. Ganz spektakulär ging es an einem Totensonntag zu, da ereilte ihn ein Anruf aus Werthhoven: „Der Kanal ist weg!“ Nach einem Unwetter war dort ein Hang bis zum Kanal hinunter weggerutscht. Auch das hat den Fachmann damals anscheinend nicht aus der Ruhe gebracht, erinnerte er sich doch mit einem herzhaften Lachen an diese sicherlich spannende Episode.
Pressemitteilung der
Gemeindeverwaltung Wachtberg
