Jubiläumsfeier mit Festakt im WRG Bendorf
50 Jahre Wilhelm-Remy-Gymnasium
Großes Schulfest auf dem Schulgelände – Aktuelle und ehemalige Schüler und Lehrer feiern gemeinsam
Bendorf. Alles begann 1967 mit der Auslagerung von zwei Klassenräumen des Max-von-Laue-Gymnasiums Koblenz in einen Backsteinbau in der Engerser Straße in Bendorf mit insgesamt 94 Schülerinnen und Schülern. Sie bildeten damit den Grundstein des WRG.
In den folgenden Jahren vervielfachten die Schülerzahlen, sodass bald ein zweites Schulgebäude am Kirchplatz eingerichtet werden musste, bis im Jahre 1971 endlich auf Drängen des damaligen Schulleiters Hermann-Josef Dany der Schulneubau auf dem städtischen Grundstück zwischen Mühlenstraße und Lohweg bezugsfertig war. Bevor dann alle Klassen in den Neubau einziehen konnten, wurden 1970 zunächst acht Klassen in einem der bereits fertigen Bauten untergebracht, sodass der Unterricht eine Zeitlang in drei verschiedenen Gebäuden stattfand. In der Festschrift erinnert sich Walter Loof, ehemaliger Studiendirektor am Staatlichen Gymnasium Bendorf, so hieß das heutige WRG damals noch:
„Wir – meine Frau und ich, die inzwischen Kollegin war – wohnten damals in Koblenz und hatten uns für den Pendelverkehr in Bendorf Klappräder gekauft, mit denen wir zwischen den drei Schulgebäuden hin und her fuhren.
Dafür haben uns die Bendorfer den Spitznamen ‚die rasenden Pauker‘ gegeben.“
Bereits in den Jahren 1972/1973 zählte das WRG über 1.000 Schülerinnen und Schüler. Nach einem gravierenden Rückgang in den 1990er Jahren auf ein Rekordtief von 470 Schülern und 24 Klassen stieg die Schülerzahl danach wieder kontinuierlich an auf aktuell 1.021 Kinder und Jugendliche in
insgesamt 43 Klassen, unterrichtet von 80 Lehrern.
In 50 Jahren tut sich viel
Sebastian Bott und die Schüler der 10C brachten es in der Festschrift auf den Punkt: „Im Dasein eines Gymnasiums scheint das Alter von 50 Jahren eine kurze Zeitspanne zu sein – doch vor dem Hintergrund unserer schnelllebigen Zeit sind rasante Veränderungen auch im schulischen Bereich unabdingbar.“ In den fünfzig Jahren seit Gründung des Gymnasiums hat sich tatsächlich eine Menge am und um das WRG verändert. War die Schule vor 50 Jahren vor allem Wissensschmiede, so ist sie heute eher ein Ort, an dem man Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit ernst nimmt, fördert und fordert.
Die Veränderungen sind überall präsent. Zum Beispiel sind die digitalen Medien in den Unterrichtsablauf eingezogen und die Schüler können heute unter anderem zwischen vielfältigen Arbeitsgemeinschaften ganz nach ihren Vorlieben wählen. Von der Theater- und Musical-AG über die Schach-AG, die Robotik-AG, die AG Lesewelten bis hin zur Cheerleading-AG hält das WRG ein breites Angebot vor. Dort kann sich jeder auf seinem Interessengebiet verwirklichen.
„Abgucken erwünscht“: Das WRG als Vorbild für Schulen
Dem stetigen Wandel stehen aber auch gewachsene Strukturen entgegen. Beispielsweise hat die Inklusion am WRG bereits seit über vierzig Jahren einen hohen Stellenwert. Schon 1976 begann am WRG Bendorf der Modellversuch „Integration körperbehinderter Schüler in das Gymnasium“, seither gehören dort Beeinträchtigungen zur Normalität. Bendorf war damals das einzige Gymnasium in Rheinland-Pfalz, das körperbehinderten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bot, die Hochschulreife zu erlangen. Damit hatte das WRG bis in die jüngste Zeit ein Alleinstellungsmerkmal, erst ganz allmählich machen sich auch andere Schulen auf dem ‚Inklusionsweg‘. Das Bendorfer Gymnasium wurde 2016 unter dem Motto „Abgucken erwünscht“ in das Netzwerk der Hospitalschulen in Rheinland-Pfalz aufgenommen, um anderen Schulen Einblicke in ihre erfolgreiche Inklusionsarbeit zu geben.
Buntes Programm mit Beiträgen von Ehemaligen
Die Jubiläumsfeier am vergangenen Samstag begann mit einem Festakt in der Schulturnhalle. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Johannes Arnold begab sich dieser gemeinsam mit Landrat Dr. Alexander Saftig, Hendrik Immel von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion und Bernd Günter von der Landesgehörlosenschule Neuwied in eine interessante Talkrunde unter der Moderation von Christoph Mohr. Es folgte eine musikalische Zeitreise der Band „b8lich“ mit einem Medley aus 50 Jahren Hits und Evergreens. Eine weitere Talkrunde schloss sich an, danach erfreuten die Mitglieder der Musical-AG die Anwesenden mit einem Szenenspiel aus „Schach 2.0“, der aktuellen Musical-Produktion am WRG unter der Gesamtleitung von Daniel Brengmann.
Am Nachmittag bis in den späten Abend fand dann die große 50-Jahr-Feier auf dem Schulgelände statt, zu der die Schulgemeinschaft des Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasiums alle Interessierten eingeladen hatte. Tausende Besucher folgten der Einladung: Schüler mit Eltern und Bekannten, ehemalige Schüler und Lehrer aus 50 Jahrgängen sowie Gäste aus Nah und Fern.
Neben einem bunten Programm für Groß und Klein gab es einige musikalische Höhepunkte. Dazu gehörte etwa ein Auftritt einer Musikgruppe der sechsten Jahrgangsstufen, zudem traten ehemalige Schüler wie Jens Gilles und Band sowie Oliver Lomberg und Band auf und nicht zuletzt gab es ein Superkonzert von „The wild Bobbin’ Babbons“, einer weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Rock’n’Roll-Band, die ihre ersten musikalischen Schritte am Bendorfer Gymnasium unternahm. Der Schulelternbeirat und die elfte Jahrgangsstufe kümmerten sich um den Getränkeverkauf, während Food-Trucks auf dem Schulgelände verschiedene Leckereien anboten. Ein reichhaltiges Kuchenbuffet sowie ein Speiseeisstand rundeten das kulinarische Angebot ab.
„The Wild Bobbin‘ Baboons“ in Aktion.
Die Sechstklässler trugen zum abwechslungsreichen Programm bei. Fotos: -GM-
Tausende Besucher bewegten sich über das weitläufige Schulgelände. Vor der Bühne wurde ausgelassen getanzt.
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