Kappensitzung der Großen Ochtendunger Karnevalsgesellschaft in der Kulturhalle - Fast 250 Aktive aus den eigenen Reihen zeigten sechs Stunden lang ein tänzerisches Feuerwerk
680 Besucher kamen voll auf ihre Kosten
Ochtendung. Die Kapazitätsgrenze ist endgültig erreicht: 680 Besucher strömten am vergangenen Samstag in die Kulturhalle und verfolgten die Kappensitzung der Großen Ochtendunger Karnevalsgesellschaft (GOK). Fast 250 Aktive aus den eigenen Reihen boten den Gästen beinahe sechs Stunden lang ein faszinierendes und abwechslungsreiches Programm. Die beiden Sitzungspräsidenten Marcus Bolzhauser und Dagmar Schäfer führten gewohnt souverän durch den närrischen Abend.
„Ich bin absolut stolz auf das, was die GOK für das Dorfleben leistet“, verdeutlichte der neue Ortsbürgermeister Hans-Georg Hammes, der bisher „außer Klatschen und Tanzen“ nichts mit Karneval am Hut hatte. „Ein vernünftiges Vereinsleben wie bei der GOK ist das A und O, so etwas schweißt zusammen.“ Ähnlich sah es der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld. „Hier wird eine bärenstarke Jugendarbeit geleistet. Alle Leute kommen aus den eigenen Reihen, alle sind mit großem Engagement und mit viel Herzblut dabei. Nicht nur hier, sondern in der ganzen Region“, meinte Maximilian Mumm, der sich den Besuch am Vorabend der Bundestagswahl nicht entgehen ließ. Der Mann aus Münstermaifeld ist sehr gut gelitten bei den Ochtendunger Karnevalisten, schließlich hat er im vergangenen Jahr den Veilchendienstagszug gerettet, als ein Fahrzeug die Wegstrecke blockierte und er resolute Maßnahmen ergriff.
16 Punkte umfasste das umfangreiche Programm, wie in den vergangenen Jahren standen die Tanzvorführungen im Mittelpunkt. Brechend voll wurde es auf der Bühne gleich zu Beginn, als die fünf Korporationen (Carnevalsverein Ochtendunger Bürgerwehr, KG Jecke Mädche, KG Schafskopf 1903, KG Ewig Jung und das Prinzengarde-Corps Ochtendung von 1953) aufmarschierten. Die GOK als Dachorganisation der fünf Karnevalsvereine gab ein prächtiges buntes Bild ab. Erst recht, als Prinz Jens I. (Pitzen) und Prinzessin Andrea I. (Pitzen) die Bühne betraten.
Die Prinzessin gehört der KG Jecke Mädchen an. Deren Kanzlerin ist Petra Reuter, die als Kanzlerin dem neuen Hofstaat angehört und ein paar einleitende Worte sprach. Ihr Ehemann Ralph Reuter fungiert als Schatzmeister, Fred Bertram (2019 Prinz für die Prinzengarde) als Mundschenk. Da Ralf Pitzen (als Vater des Prinzen und als Ehemann der Prinzessin in Personalunion) die Rolle des Kutschers übernimmt, kommt dem Sessionsmotto „En Oochtendung, on dat es good, dooh setzen mer all en aanem Boot“ besondere Bedeutung zu. Zusammen mit den beiden Pagen Jan Pütz und Laura Mombauer wurde dann auch das Prinzenlied gemeinsam gesungen.
Nachdem „Die vier Chaote“ so richtig Stimmung in die Bude gebracht hatten, zeigte die 45-köpfige Kindertanzgruppe der DJK Ochtendung, was sie alles unter den Trainerinnen Daniela Pohl, Nicole Schmorleiz und Selina Krismann gelernt hatten. Die 15 Teilnehmer der „Roten Funken“ plus Marie standen diesem Auftritt in nichts nach, Vanessa Monreal und Laura Mombauer hatten alles einstudiert. Michaela und Alexander Brandt erzählten im Zwiegespräch „Morgens im Mohlenweg“, wie es im Eheleben aussieht. Aus der Unterwelt kamen die „Jecke Mädche“ daher. Der Musikverein Blau-Weiß Ochtendung unter der Leitung von Bastian Danner leitete mit einigen Stücken zur DJK-Tanzgruppe über.
Als Büttenrednerin „Et Schanelche“ ist Rita Bolzhauser aus dem Ochtendunger Karneval nicht mehr wegzudenken. Sie hatte die Lacher schnell auf ihrer Seite, besonders dann, als sie kleine Spitzen Richtung Polch losließ. Die Schafskopfdancers hatten einen Feuerwehr-Showtanz mit zahlreichen akrobatischen Einlagen im Gepäck und läuteten anschließend die 20-minütige Pause ein. Nach dem Re-Start standen die Herrengarde, der COB-Mariechentanz, die Sängerknaben der KGS mit Schafsmarie, die OCTs, die Many Jecks und die Crazy Dancers auf der Liste. Traditionell gehörte der finale Teil der Rentnerband, die schließlich alle Teilnehmer auf die Bühne bat. Sie alle konnten sehr stolz auf sich sein. Geschenke wurden keine verteilt: Schließlich treten in Ochtendung alle Karnevalisten ehrenamtlich auf.
Der Perfektion nahe war die DJK-Tanzgruppe, die von Daniela Pohl trainiert wird.
Michaela Brandt hatte mit den Schafskopfdancern einen Feuerwehr-Showtanz einstudiert.
Beim Einmarsch der Korporationen stand die Kulturhalle kopf.
„Et Schanelche“ alias Rita Bolzhauser hatte die Lacher bei ihrer Büttenrede schnell auf ihrer Seite.
