Allgemeine Berichte | 22.01.2026

Feierstunde in der Andernacher Krahnenberg-Kaserne

70-jähriges Jubiläum „Wiege der Bundewehr“ gefeiert

Oberbürgermeister Christian Greiner überreichte eine Informationstafel „Wiege der Bundeswehr“, die an der Villa Michels in den Rheinanlagen angebracht werden soll. Fotos: WAMFO.DE

Andernach. Am 2. Januar 1956 treten die ersten 1.000 Freiwilligen an drei Standorten ihren Dienst in den neuen bundesdeutschen Streitkräften an. Als die Soldaten in Andernach ihren Dienst antreten, träumen wohl einige von der großen Karriere in den neuen bundesdeutschen Streitkräften.

Die Kameraden der noch namenlosen Streitkräfte erfahren in den ersten Wochen Improvisationskunst auf hohem Niveau: Vorschriften, Ausbildungsunterlagen, Material, Bekleidung – all das wächst, wie die Strukturen der Streitkräfte, erst langsam auf. Auch die ersten Unterkünfte sind Provisorien. Im Fall von Andernach handelt es sich um ein von den französischen Streitkräften übernommenes und noch nach frischer Farbe riechendes Barackenlager. Nicht einmal drei Wochen später wird Andernach Schauplatz des ersten Truppenbesuchs von Bundeskanzler Konrad Adenauer und damit die spätere Krahnenberg-Kaserne zur „Wiege der Bundeswehr“. Der Truppenbesuch von Bundeskanzler Konrad Adenauer am 20. Januar 1956 gilt als ein bedeutender Moment in der Geschichte der Bundeswehr. Gut einen Monat nach Adenauers Rede in Andernach erhalten die Streitkräfte ihren neuen Namen: Bundeswehr. Sie wird 1957 zur Wehrpflichtarmee und in Folge einem wichtigen Baustein der NATONorth Atlantic Treaty Organization im Kalten Krieg. Die heutige Krahnenberg-Kaserne beherbergt als älteste Kaserne der Bundeswehr heute das Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr. Und genau in dieser ältesten Kaserne fand vergangenen Dienstag eine Feierstunde zum 70-jährigen Jubiläum statt. Hochrangige Vertreter aus Militär und Politik bemerkten einstimmig, dass die „Situation heute der von vor 70 Jahren gleicht“. Vor 70 Jahren traten die ersten Wehrdienstleistenden ein, aktuell erwartet man die Esten, die den neuen Wehrdienst leisten. Damals wie heute sei es eine Mammutaufgabe gewesen, der man sich stellen müsse. Nach der Feierstunde versammelte man ich in der „Traditionsbaracke“ die inzwischen unter Denkmalschutz steht. Dieter Schmidt, Oberstleutnant a.D. Gründer der militärischen Sammlung „Wiege der Bundeswehr“ in der Traditionsbaracke bemerkte: „Wir haben in unserer privaten militärgeschichtlichen Sammlung durch Interviews mit den Männern der ersten Stunde versucht, der Zeit von damals, der Aufstellungsphase der neuen deutschen Streitkräfte, Gesichter zu geben. Auch haben wir die Erinnerungen aus den zivilen Bereichen mit aufgenommen. Wir hatten beim Aufbau unserer Sammlung nicht damit gerechnet, so aktuell zu werden. Heutige Wahrnehmung und damalige Geschichte können nun in der Sammlung hautnah erlebt werden.“

Genau diese Sammlung konnte besichtigt werden. Traditionell, wie schon beim Besuch von Konrad Adenauer wurde die Veranstaltung mit Erbsensuppe und Würstchen beendet.

WAM

Dieter Schmidt, Oberstleutnant a.D., Gründer der militärischen Sammlung „Wiege der Bundeswehr“.

Dieter Schmidt, Oberstleutnant a.D., Gründer der militärischen Sammlung „Wiege der Bundeswehr“.

Video: 70 Jahre Bundeswehr Andernach 2026
© WAM 00:22 min

Fotogalerie: 70 Jahre Bundeswehr Andernach 2026

Foto: WAMFO.DE

Oberbürgermeister Christian Greiner überreichte eine Informationstafel „Wiege der Bundeswehr“, die an der Villa Michels in den Rheinanlagen angebracht werden soll. Fotos: WAMFO.DE

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Imageanzeige
Dauerauftrag 2025
Image Anzeige
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2026
Gebrauchtwagenanzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 05_2025
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // Motiv EDL
Kirmes in Kripp vom 16. – 19.05.25
Brunnenfest Bad Breisig
Empfohlene Artikel
Schwere Zerstörung im Rhein-Sieg-Kreis nach der Flut 2021. Foto:JOST
24

Rhein-Sieg-Kreis. Die Beratungsstellen des Rhein-Sieg-Kreises zur Unterstützung beim Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe 2021 bleiben bis Ende 2026 zugänglich. Personen, die bereits einen Antrag auf Wiederaufbauhilfe beim Land gestellt haben, können sich bis zu diesem Zeitpunkt zur ordnungsgemäßen Erstellung des notwendigen Verwendungsnachweises beraten lassen, der erforderlich ist, um den Förderantrag abzuschließen.

Weiterlesen

Symbolbild.
31

Wirft. Ab dem 11. Mai bis voraussichtlich Anfang Juli 2026 werden am Bauwerk über den Wirftbach bei Wirft im Verlauf der L 10 Sicherungsarbeiten durchgeführt. Ziel dieser Maßnahme ist die bauliche Sicherung und der langfristige Erhalt des Bauwerks. Um die Arbeiten sicher ausführen zu können, wird der Seitenstreifen im betroffenen Bereich für den Verkehr gesperrt. Der fließende Verkehr kann die Strecke weiterhin passieren, jedoch steht der Seitenbereich auf diesem Abschnitt nicht zur Verfügung.

Weiterlesen

Zusammen mit (v.l.n.r.) Stadtbürgermeister Mark Geimer, Schulleiterin Andrea Winkelmann, Baumspender Michael Heider, Bürgermeister Jan Ermtraud und Revierförster Christoph Kirst „pflanzten“ die Drittklässler der Marienschule den „Baum des Jahres“.  Foto: Tabea Bluedorn
14

Bad Hönningen. Zur diesjährigen Pflanzaktion anlässlich des „Tages des Baumes“ trafen sich am 30. April rund 60 Schülerinnen und Schüler der Bad Hönninger Marienschule und deren KlassenlehrerInnen sowie Schulleiterin Andrea Winkelmann mit dem Bad Hönninger Revierförster Christoph Kirst gegenüber dem Apollonia-Häuschen in den Rheinanlagen, um den diesjährigen „Jahresbaum“ zu pflanzen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Mit kleinen Kunststücken und viel Einfühlungsvermögen sorgen die Clowndoktoren für persönliche Begegnungen und zaubern ein Lächeln in die Gesichter der Bewohnerinnen und Bewohner.
9

Hachenburg. Ein Vormittag voller Lachen, Nähe und kleiner magischer Momente: Im Caritas-Altenzentrum Haus Helena in Hachenburg sorgten die ehrenamtlichen Westerwälder Clowndoktoren für beste Stimmung unter den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Rund ums Haus
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dienstleistungen
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
10 Jahre NoWi Bau
10 Jahre NoWi
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Media-Auftrag 2026/27
10 Jahre Nowi
Stellenanzeige Sachbearbeiter/in
Kirmes in Kripp
Brunnenfest Bad Breisig
Brunnenfest in Bad Breisig
Brunnenfest in Bad Breisig
Brunnenfest in Bad Breisig
Brunnenfest
TdoT FFW Burgbrohl