Anna Rogge feierte ihren 90. Geburtstag
90 Jahre und kein bisschen müde
Bendorf-Stromberg. Wer sie sieht, würde niemals vermuten, dass Anna Rogge aus Stromberg kürzlich ihren 90. Geburtstag feiern konnte. Geistig wach und mit beeindruckender körperlicher Fitness empfing sie am 6. März neben ihrer Tochter und dem Schwiegersohn auch Freundinnen aus der Turngruppe, mit denen sie einmal in der Woche fleißig Gymnastik betreibt. Die Glückwünsche der Stadtverwaltung und einen bunten Blumenstrauß überbrachte der Erste Beigeordnete Bernhard Wiemer, der sich mit der Jubilarin über ihr bewegtes Leben unterhielt.
Geboren wurde Anna Rogge als eines von sieben Geschwistern in Bochum. Im Zweiten Weltkrieg wurde ihre Familie nach Thüringen evakuiert, wo sie ihren Mann kennenlernte. 1951 kehrte das Paar der DDR den Rücken und ging ins Ruhrgebiet zurück, wo Raimund Rogge fast 30 Jahre lang als Bergmann arbeitete. Auf der Suche nach günstigem Bauland zog es die Rogges und ein befreundetes Paar 1978 nach Stromberg, wo sie vor allem die Nähe zur Natur begeisterte. „Mein Mann wäre ohne die gute Luft in Stromberg nicht so alt geworden“, ist die 90-Jährige überzeugt.
Sie amüsiert sich darüber, dass sie sich bereits im Alter von 52 Jahren im Seniorenverein in Stromberg engagiert hat. „Damals habe ich für frischen Wind gesorgt. Heute bin ich bei allen Aktivitäten die Älteste“. Als Übungsleiterin brachte sie die Stromberger Senioren bei der Gymnastik auf Trab und führte eine Behindertensportgruppe in Nauort.
Die rege Jubilarin war außerdem im Wanderverein und im Karneval aktiv und engagierte sich im Pfarrgemeinderat. 20 Jahre lang unterstützte sie den ehrenamtlichen Besuchsdienst der Kirchengemeinde.
Pressemitteilung
Stadt Bendorf am Rhein