Flüchtlingsnetzwerk Kreis Ahrweiler e. V.
Abschied von der „Begegnungsstätte“
Ahrweiler. Kürzlich traf sich das Flüchtlingsnetzwerk Kreis Ahrweiler e. V. zu seinem Abschied von der Begegnungsstätte in der Wilhelmstraße 6 in Ahrweiler.
Zahlreiche freiwillige Helfer hatten sich im letzten Jahr tatkräftig dafür ins Zeug gelegt, dass die neuen Räumlichkeiten für die Sprachkurse, das Büro, die Kleiderstube, das Café- International und die einzelnen Teams genutzt werden konnten.
Mit den Worten des einstigen Philosophen Demokrit „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende“ blickte die Mitgründerin des Flüchtlingsnetzwerks, Heike Krämer-Resch, vor zahlreichen auf die Anfänge der Begegnungsstätte zurück und betonte, dass man seinerzeit „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen habe. Ein Leerstand wurde beseitigt und eine Begegnungsstätte für Flüchtlinge war entstanden.“ Auch für die unumgängliche Büroarbeit war Platz vorhanden, der zudem geeignet war für Gespräche mit Ratsuchenden oder Helfern.
Zahl der Helfer drastisch gesunken
Selbstverständlich stellte sich im Zusammenhang mit einem derartigen Projekt untrennbar die Frage nach dessen Finanzierung, die über einen längeren Zeitraum gesichert werden konnte. Das Flüchtlingsnetzwerk sei nunmehr allerdings ab Ende des Jahres nicht mehr in der günstigen Situation, den Mietzins und die übrigen anfallenden Kosten aus Spendengeldern bestreiten zu können.
Außerdem sei die Zahl von bis zu 150 Helfern in den Jahren 2015-2017 bis jetzt geschrumpft auf ca. 40 Helfern. Es sei enttäuschend und traurig, dass sich immer weniger Menschen im Flüchtlingsnetzwerk engagieren möchten, so Heike Krämer-Resch. Erfolglos blieben vielfältige Versuche, Teamleitungen für die einzelnen Teams oder Engagierte für das Café-International zu finden. Daraus resultierten auf Dauer unzumutbare Mehrfachbelastungen für die verbliebenen Helfer.
Ab sofort wird das Café International, die Kleiderstube und Sprachkurse demzufolge ihr Zuhause in der Wilhelmstraße 6 in Ahrweiler nicht mehr haben.
Mit Wehmut mussten die anwesenden Schützlinge und Helfern die enttäuschende Information über den Wegfall der Begegnungsstätte zur Kenntnis nehmen.
Die Vorsitzende schloss sichtlich ergriffen mit den Worten: ,,Es war ein Ort, an dem Jung und Alt nationenübergreifend im friedlichen Miteinander gemeinsam die Ziele unseres Flüchtlingsnetzwerks gelebt haben und sich wohlfühlten. Es war eine Stätte der Zuversicht, der Hilfestellung und der Nächstenliebe.
Das Flüchtlingsnetzwerk und seine engagierten Helfer sind weiter für die Familien da. Weitere Informationen sind zu finden unter: www.fluechtlingsnetzwerk-bn-aw.de und Tel. (0 26 41) 30 31 66 0.
