Allgemeine Berichte | 16.01.2017

Bartels-Bühne Flammersfeld hatte im Kultur- und Jugendzentrum Oberhonnefeld-Gierend Premiere mit einer französischen Krimi-Komödie

Acht Frauen und ein Toter – eine Achterbahn der Emotionen

Erst wahren alle acht Frauen die Fassung, aber mit der Zeit wird es in dem gleichnamigen Stück immer hektischer, bis hin zur Ohnmacht von Tante Augustine. KER

Oberhonnefeld-Gierend. Ein Theaterstück, bei dem Frauen mal komplett im Mittelpunkt stehen. Mit all ihren Stärken und Liebenswürdigkeiten, ihrer Anmut, ihrer Klugheit, ihrem Charme und ihren sozialen Kompetenzen. Nur Frauen, so verspricht es ja schon der Titel des Stückes, das 1961 von Robert Thomas geschrieben und 2002 fürs Kino mit Danille Darrieux, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart und Fanny Ardant verfilmt wurde: Acht Frauen. Und diese acht Frauen standen jetzt im Kultur- und Jugendzentrum Oberhonnefeld-Gierend auf der Bühne, gespielt von den Schauspielerinnen der Bartels-Bühne Flammersfeld: Annegret Spies, Mila Safavi/Laura Schmidt, Hannah Patt, Erika Christ, Anke Eberst, Lydia Kassel, Andrea Hümmerich und Silke Düngen. Wo bleibt denn da der Mann?, fragt man sich als Solcher. Ja, den gibt es auch, nur sieht man ihn während des ganzen Stückes nicht, weil er tot im Bett liegt. Was natürlich im Kreis der Frauen, die alle irgendwie eine verwandtschaftliche oder sonstige Beziehung zu dem Toten haben, für mächtig Unruhe sorgt. Viele Themen kommen in dieser Krimi-Komödie zur Sprache: Liebe, Eifersucht, Neid, Lügen, Tränen, Verdächtigungen, Streit um Geld und gestohlene Aktien.

Dabei sollte eigentlich alles so schön harmonisch werden: Susanne (je nach Besetzung Mila Safavi oder Laura Schmidt), die in England studiert, wird von ihrer Mutter Gaby (Annegret Spies) vom Zug abgeholt, damit sie mit der ganzen Familie Weihnachten feiern kann. In dem abgelegenen herrschaftlichen Haus mit vielen Bediensteten begrüßt Susanne freudig ihre Großmutter Mamy (Erika Christ), die Köchin Madame Chanel (Lydia Kassel), ihre jüngere Schwester Catherine (Hannah Patt) sowie ihre Tante Augustine (Anke Eberst). Als das Dienstmädchen Louise (Andrea Hümmerich) den Hausherrn Marcel tot in seinem Bett findet, beginnt die Suche nach dem Mörder (oder der Mörderin) und es kommt zu gegenseitigen Anschuldigungen, Zickereien bis hin zu Handgreiflichkeiten, die durch das überraschende Auftauchen von Marcels Schwester Pierette (Silke Düngen) noch angeheizt werden. Schließlich geht es auch um die spannende Frage: Wer beerbt Marcel? An dieser Stelle ein Tipp für die Zuschauer der kommenden Aufführungen: So sehr man sich auch bemühen mag, eine auf Beobachtungen der Handlung beruhende Prognose abzugeben - man wird falsch liegen und am Ende sehr überrascht werden!

Dorothea Dahm, die für Regie und Ausstattung zuständig ist, sagt über „Acht Frauen“: „Das Stück ist eine französische Kriminalkomödie und ist auch als Film in Deutschland gelaufen, mit sehr illustren Darstellerinnen. Eigentlich ist es vom Schriftsteller in den fünfziger Jahren angesiedelt, aber wir haben es ins Modernere transportiert. Es war uns ein Anliegen, dieses Stück zu spielen, weil es sehr reizvoll ist und wir viele Damen im Ensemble haben. Es ist auch sehr spannend und zeigt viele Charaktere.“

Annegret Spies, die Vorsitzende der Bartels-Bühne, sagt: „Wir sind eine ziemlich gemischte Gruppe. Wir haben eine Kindergruppe und die erwachsenen Mitglieder, wir haben von sieben bis 70 alle Alter dabei. Wir führen jedes Jahr ein Kinder- und ein Erwachsenenstück auf. Im Sommer waren wir mit Don Camillo auf der Freilichtbühne in Flammersfeld, Kinder und Erwachsene gemeinsam auf der Bühne.

Das Angebot an Stücken ist breit gefächert. Wir machen nicht nur Komödien, sondern auch Krimis, Lesungen und andere Dinge, sodass wir für jeden Geschmack immer wieder etwas Neues auf die Bühne bringen. Die Bartels-Bühne gibt es seit 25 Jahren. Der Verein hat über 100 Mitglieder, aktive Mitspieler sind es variierend je nach Stück oder privaten Verpflichtungen mal wenige, mal ganz viele bis zu 25 in einem Stück.“ Die Bartels-Bühne legt großen Wert auf ständige Weiterbildung ihrer Akteure. Es gibt Kinderseminare, Technikseminare, Maskenbildnerseminare und Lehrgänge bei Theaterpädagogen. Beim Bau der Kulissen, dem Anfertigen der Kostüme und den vielen Arbeiten hinter der Bühne packen viele Helfer mit an. Bei den „Acht Frauen“ waren beteiligt: Marvin Egly, Andre Krämer und Sebastian Spies (Technik), Hans-Joachim Chawatinski (Kulisse), Marion Janecek (Maske), Florence Vollmer (Fotografie) und Christine Lanzendörfer (Grafik). Gert Schmidt unterstützte Dorothea Dahm bei der Regie.

Weitere Aufführungen der „Acht Frauen“ nach der Premiere in Oberhonnefeld-Gierend sind am 21. und 22. Januar in Altenkirchen im Forum, am 28. und 29. Januar im Hotelpark „Westerwald-Treff“ in Oberlahr und am 3. und 5. Februar im Gemeindehaus in Flammersfeld.

Acht Frauen und ein Toter – eine Achterbahn der Emotionen

Acht Frauen und ein Toter – eine Achterbahn der Emotionen

Erst wahren alle acht Frauen die Fassung, aber mit der Zeit wird es in dem gleichnamigen Stück immer hektischer, bis hin zur Ohnmacht von Tante Augustine. Fotos: KER

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