Aktionsgemeinschaft bepflanzt Baumscheiben an der Töpferstraße
Adendorf blüht und summt
Wachtberg-Adendorf. Schon länger sind den Adendorfern die Baumscheiben entlang der Töpferstraße ein Dorn im Auge. Einige werden zwar von Privatleuten bereits liebevoll bepflanzt und gepflegt, aber die Mehrzahl liegt „brach“ und verwildert. Das soll sich jetzt ändern. Die Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung hat eine Verschönerungsaktion gestartet, die die Bepflanzung und Pflege dieser ungenutzten und unschönen Flächen zum Ziel hat. Denn … auch im Kleinen kann man viel bewirken. Nicht nur, dass das Erscheinungsbild der Adendorfer Töpferstraße dadurch ein „Facelifting“ erhält, auch aus ökologischer Sicht wird diese Maßnahme ein Gewinn sein. „Adendorf blüht und summt!“, bringt Ursula Perkams von der Aktionsgemeinschaft die doppelte Wertigkeit dieses Projektes auf den Punkt. „Allem, was fliegt und summt, möchten wir eine Heimstatt geben“, erläutert sie weiter und richtet damit ihren Blick auf das voranschreitende Insektensterben. Auch durch die Aussaat von Blumenwiesen möchte die Aktionsgemeinschaft die Artenvielfalt erhalten; einige Landwirte haben sogar schon signalisiert, hierfür Flächen zur Verfügung zu stellen.
Jetzt heißt es aber erst einmal, an den Baumscheiben der Töpferstraße Unkraut zu jäten und die Böden vorzubereiten. Gemeinsam gingen Perkams und ihre Mitstreiter Günter Hoffmann, Monika Leyendecker-Haas, Josef von Wirtz und Marlene Wolter Mitte April ans Werk. Auch Beigeordneter Swen Christian freute sich über die Aktion und packte kurzzeitig selbst mit an. Die einzelnen Baumscheiben sind alle markiert und nummeriert, erläuterte er. So kann, freute sich Perkams, die jeweilige Art der Bepflanzung – ob privat oder durch die Aktionsgemeinschaft – in einer Liste festgehalten werden. Das soll später bei der Pflege helfen, den Überblick zu behalten darüber, was denn dort keimt und wächst. Bunt soll es werden, schaut man auf die Pflanzliste: Bartnelken, Blaukissen, Frauenmantel und Flockenblume heißt es dort. Später sollen noch Fette Henne und Herbstastern dazu kommen. Rund 30 kleine Pflänzlinge für vorerst 15 Baumscheiben werden jetzt gesetzt, vorerst nur auf einer Straßenseite, die andere folgt im nächsten Jahr. Bei der Blumenauswahl wurde das Augenmerk darauf gelegt, dass es heimische Pflanzen und diese zudem möglichst insektenfreundlich sind. Denn … in Adendorf soll es bald nicht nur schön blühen, sondern auch überall summen.
Pressemitteilung der
Gemeinde Wachtberg
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