Allgemeine Berichte | 15.06.2026, 09:38 Uhr

Großartige Unterstützung für das Begegnungscafé „Eifel-Liebe-Ahrtal“!

Ahrtal: 384.500 Euro für „Fortuna hilft“ von der Fernsehlotterie

Vera Church, Ehrenamtliche; Heike Holtz Projektmitarbeiterin; Klaudia Skodnik ist 1. Vorsitzende des Fortuna hilft e.V.; Stephan Masch, Repräsentant der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE; Diana Deus, Ehrenamtliche & Steffi Raths, Kunsttherapeutin bei der symbolischen Übergabe der Fördersumme.  Foto: Max Thümmel
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der gemeinnützige Fortuna hilft e.V. kann sich über eine zweckgebundene Förderung der Deutschen Fernsehlotterie in Höhe von 384.500 Euro freuen. Die Zuwendung Deutschlands traditionsreichster Soziallotterie deckt anteilig entstehende Personalkosten für eine traumapädagogische Fachkraft und eine Projektleitung, sowie eine Betreuungskraft auf Minijobbasis und projektbezogene Sachkosten für das inklusive Begegnungscafé „Eifel-Liebe-Ahrtal“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Damit ist die Finanzierung des sozialen Vorhabens bis Ende des Jahres 2028 sichergestellt. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 484.000 Euro.

Klaudia Skodnik ist 1. Vorsitzende des Fortuna hilft e.V.: „Ausschließlich die Förderung der Deutschen Fernsehlotterie ermöglicht es uns, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen nach den Erfahrungen der Flutkatastrophe wieder Gemeinschaft, Austausch und Zuversicht erleben können. Viele Betroffene tragen die Belastungen der vergangenen Jahre noch immer mit sich. Mit unserem Begegnungscafé schaffen wir einen geschützten Raum, der Menschen zusammenbringt und neue Perspektiven eröffnet. Dafür sind wir allen Mitspielern, die ein Los der renommierten Soziallotterie besitzen, sehr dankbar“, so Skodnik.

Folgen der Flut weiterhin spürbar

Auch mehrere Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sind die Folgen für viele Menschen weiterhin spürbar. Zahlreiche Familien, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen mussten zeitweise ihr Zuhause verlassen, vertraute Treffpunkte gingen verloren und soziale Netzwerke wurden nachhaltig beeinträchtigt. Die Belastungen durch die Flutereignisse sowie die bereits zuvor bestehende gesellschaftliche Isolation infolge der Corona-Pandemie wirken bis heute nach. Viele Betroffene wünschen sich deshalb Orte der Begegnung, des Austauschs und der psychosozialen Unterstützung.

Genau hier setzt das Begegnungscafé „Eifel-Liebe-Ahrtal“ in der Niederhutstraße 42 in Bad Neuenahr-Ahrweiler an.

Treffpunkt für alle Generationen

Das Begegnungscafé als ein barrierefreier Treffpunkt für Menschen aller Generationen hat zum Ziel, die Gemeinschaft zu fördern, soziale Isolation abzubauen und die Verarbeitung der Fluterfahrungen zu unterstützen. In angenehmer Atmosphäre können Besucher miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen teilen und neue Kontakte knüpfen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen, Familien und Seniorinnen und Senioren. Für Kinder werden geschützte Bereiche und kreative Angebote angeboten, die ihnen helfen können, Erlebtes altersgerecht zu verarbeiten. Gleichzeitig erhalten Eltern Entlastung und Raum für Austausch. Ältere Menschen finden niedrigschwellige Beratungs- und Begegnungsangebote, die Vereinsamung entgegenwirken und soziale Teilhabe stärken. Begleitet wird das Projekt durch eine traumapädagogische Fachkraft, die Betroffene unterstützt und Angebote zur psychosozialen Stabilisierung entwickelt. Darüber hinaus arbeitet das Team des Begegnungscafés eng mit lokalen Partnern zusammen und stärkt die Vernetzung bestehender sozialer Hilfsangebote im Ahrtal. Auf diese Weise entsteht ein nachhaltiger Ort der Unterstützung, der weit über klassische Begegnungsangebote hinausgeht.

„Die Grundlage für die Idee unseres Begegnungscafés bildet ein deutlich formulierter Bedarf. Im Rahmen von Befragungen äußerten über 97 Prozent der Teilnehmenden den Wunsch nach mehr Austauschmöglichkeiten und psychosozialer Unterstützung. Unser Verein betreut seit der Flutkatastrophe über 14.700 Kinder und Jugendliche in und um Bad Neuenahr-Ahrweiler. Darüber hinaus sind wir Ansprechpartner für Eltern und Senioren, junge Erwachsene und Familien“, erklärt Heike Holtz, Projektmitarbeiterin des Fortuna hilft e.V.

„Das geförderte Begegnungscafé „Eifel-Liebe-Ahrtal“ schafft einen weiteren wichtigen Ort für Zusammenhalt, Begegnung und gegenseitige Unterstützung. Die Folgen der Flutkatastrophe sind immer noch zu sehen. Wir als Soziallotterie helfen hier gern, gemeinsam die Vergangenheit zu bewältigen und gleichzeitig soziale Teilhabe von Menschen aller Generationen zu unterstützen“, so Stephan Masch, Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie.

Vera Church, Ehrenamtliche; Heike Holtz Projektmitarbeiterin; Klaudia Skodnik ist 1. Vorsitzende des Fortuna hilft e.V.; Stephan Masch, Repräsentant der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE; Diana Deus, Ehrenamtliche & Steffi Raths, Kunsttherapeutin bei der symbolischen Übergabe der Fördersumme. Foto: Max Thümmel

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