Allgemeine Berichte | 19.09.2025

BLICK aktuell im Gespräch mit dem PRO BAHN-Landesvorsitzenden Noah Wand

Ahrtalbahn: Wiederaufbau geht schnell voran

Noah Wand verschaffte sich einen Überblick über den Wiederaufbau der Ahrtalbahn. Foto: WITE

Dernau. Wie verläuft der Wiederaufbau der im Bereich oberhalb Walporzheim völlig zerstörten Ahrtalbahn? BLICK aktuell war mit Noah Wand, dem Landesvorsitzenden Rheinland-Pfalz / Saarland von PRO BAHN unterwegs. Hierbei bot sich auch die Möglichkeit, Strecke und Arbeitsfortschritte von den gegenüberliegenden Ahrhöhen zu verfolgen. Seine Eindrücke fasste Wand wie folgt zusammen: „Im Ahrtal geht der Wiederaufbau bemerkenswert schnell und strukturiert voran. Man hat wirklich den Eindruck, als würden alle an einem Strang ziehen. Sogar der Schienenersatzverkehr, der bei Baustellen für die Fahrgäste meist der größte Störfaktor ist, scheint hier tadellos zu funktionieren. Sofern die Fertigstellung bis Mitte Dezember tatsächlich funktioniert, wurde hier wirklich eine Meisterleistung vollbracht. Schauen wir jedoch auf die anderen von der Flut zerstörten Strecken, sehen wir das genaue Gegenteil: Viel zu kurzfristige Ankündigung von längeren Bauzeiten, teilweise erst in der Nacht davor. Extrem unzuverlässiger Schienenersatzverkehr und lange Fahrtzeiten sowie teilweise nicht-nachvollziehbare Baumaßnahmen prägen das Bild der anderen im Wiederaufbau befindlichen Eifelstrecken.“

Enormes Potential

„Das Ahrtal bietet ein enormes Potenzial: Mit den neuen Elektrozügen steigt das Einzugsgebiet an Touristen. So wird die Region für Tages- und Übernachtungsgäste wesentlich attraktiver. Ärgerlich ist jedoch, dass der ursprünglich geplante 20-Minutentakt wieder gekürzt wurde. Denn wenn der nächste Zug erst in 40 Minuten kommt, überlegt man sich zweimal, ob man noch eine Tasse Kaffee oder ein Stück Kuchen mehr bestellt oder lieber früher abreist. Die Ahrtalbahnfreunde sind eine große Stütze für das regionale ÖPNV-Engagement vor Ort. Solche Vereine bündeln ein enormes fachliches und historisches Wissen, was unersetzbar ist. Ich bin froh, wenn ich als landesweiter Fahrgastvertreter solche regionalen Initiativen hinter mir weiß, die ich bei Rückfragen immer kontaktieren kann.“

Zum Fahrgastverband:

„Der Fahrgastverband PRO BAHN ist die deutschlandweit größte Fahrgastvertretung für den öffentlichen Personenverkehr. Wir setzen uns ehrenamtlich für Bus- und Bahnverkehre ein, die allen Menschen ein besseres Reiseerlebnis bereiten. Dafür setzen wir uns unter anderem für die konsequente Umsetzung des Deutschlandtaktes ein, fordern eine echte Tarifreform für den Nah- und Fernverkehr und unterstützen eine bessere Durchsetzung von Fahrgastrechten.“

Noah Wand ist 22 Jahre jung. Der gelernte technische Produktdesigner kommt aus der Vulkaneifel, und ist seit Sommer 2023 Landesvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN Rheinland-Pfalz / Saarland. Im Juni diesen Jahres wurde er wiedergewählt. Die Arbeit beim Fahrgastverband ist reines Ehrenamt, berichtet Wand. Hauptberuflich leitet er die Werbeagentur „HOWA Media“ in der Eifel.

Noah Wand verschaffte sich einen Überblick über den Wiederaufbau der Ahrtalbahn. Foto: WITE

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21.09.202520:31 Uhr
Hans Meyer

Der nächste Werbebeitrag. Natürlich ohne einen einzigen Hinweis auf die zukünftigen Stromgefahren für Mensch und Tier.
Leider besteht an über 800 Fahrleitungsmasten Stromschlaggefahr, denn diese werden wie gehabt ohne Klettersperren ausgeführt.
Auch für große Vögel wie z.B. den im Ahrtal heimischen Schwarzstorch droht an der elektrifizierten Strecke bald Lebensgefahr.
Daher wurde eine Petition gestartet, die vorschlägt, wie wirksamer Stromschlagschutz aussieht und entsprechende Nachrüstung fordert. Denn freiwillig rüstet die Bahn nichts nach. Vielmehr schiebt der Konzern bei Stromunfällen die Schuld stets den Verunfallten zu.
Daher bitte mitmachen und googlen:
change org sicherheitsmaßnahmen-für-zugang-zu-bahngelände-und-abstellgleise-verstärken
Jede Stimme zählt - über 900 Personen haben schon unterzeichnet.

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