„WEISSER RING Rhein-Lahn“ und Gleichstellungsstellen informierten über Problem
Aktionstag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen
Am Sonntag, 14. Februar von 15 bis 16 Uhr am Löhrrondell in Koblenz
Rhein-Lahn-Kreis. „One Billion Rising - Eine Milliarde (Frauen) erheben sich“: Nachdrücklich ruft die Gleichstellungsstelle des Rhein-Lahn-Kreises zur Teilnahme an diesem weltweiten Aktionstag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen auf. In unserer Region besteht die Möglichkeit, sich an der vom Frauennotruf Koblenz organisierten Veranstaltung am Sonntag, 14. Februar 2016, von 15 bis 16 Uhr am Löhrrondell in Koblenz teilzunehmen.
Der Aktionstag „One Billion Rising“ macht darauf aufmerksam, dass bereits jede dritte Frau weltweit Opfer von Gewalt und Misshandlung wurde. Der Frauennotruf Koblenz schreibt dazu: „An diesem Sonntag sind alle Interessierten und Unterstützerinnen eingeladen, sich an der weltweiten Solidaritätsaktion in Koblenz zu beteiligen. Dort wird getanzt, gibt es Statements zu hören oder eigene Statements können abgegeben werden und Informationen über andere OBR-Aktionen.
Die Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Lahn-Kreises, Alice Berweiler-Kaufmann, wird gemeinsam mit Kolleginnen aus dem Rhein-Lahn-Kreis mit dabei sein und würde sich über möglichst viele weitere Aktive aus unserer Region freuen!
Durch die Ereignisse in Köln und anderen deutschen Städten in der Silvesternacht erhält dieser Aktionstag eine besondere Aktualität. Alice Berweiler-Kaufmann und ihre Kolleginnen der „Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen“ (BAG) verurteilen die Vorgänge aufs Schärfste. In einem offenen Brief heißt es: „Wir sind bestürzt über die massenhaft ausgeübte Gewalt an Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten. Und wir sehen mit Sorge einer gesellschaftlichen Entwicklung entgegen, die nicht hingenommen werden kann. Seit Jahrzehnten kämpft die BAG gemeinsam mit den Frauenrechtsorganisationen Deutschlands für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen Ebenen unserer Gesellschaft und für die Ächtung jeder Form von Gewalt gegen Frauen und den Schutz der Opfer. Neu bei den Vorfällen in der Silvester-Nacht ist das beschriebene Ausmaß der durch Gruppen von alkoholisierten Männern im öffentlichen Raum ausgeübten Gewalt gegen Frauen. Sicher ist, dass gewaltverherrlichende und frauenfeindliche Männlichkeitsnormen in allen Kulturen eine wesentliche Grundlage für Gewalt gegen Frauen sind. Gewalt gegen Frauen, besonders sexualisierte Gewalt, ist kein Kavaliersdelikt! Alle kommunalen und staatlichen Stellen sind aufgefordert, mit ihren jeweiligen Handlungsmöglichkeiten dieser Gewalt wirkungsvoll entgegenzutreten.“ Die Gleichstellungsstelle des Rhein-Lahn-Kreises unterstützt dabei nachdrücklich die Forderung der rheinland-pfälzischen Frauenministerin Irene Alt, die „Null Toleranz“ und strenge Bestrafung der Täter verlangte und eine Besinnung auf die Grundwerte eines gewaltfreien und gleichberechtigten Zusammenlebens forderte: „Keine einzige Frau in unserem Land soll sich fürchten müssen, weder zuhause, noch wenn sie auf die Straße tritt.“ noch wenn sie auf die Straße tritt.“
„Gewalt gegen Frauen“ ist auch über den aktuellen Anlass hinaus ein häufiges Thema für die Gleichstellungsstelle des Rhein-Lahn-Kreises. Zuletzt hatte sie vor wenigen Wochen gemeinsam mit Vertretern der Opferschutzorganisation „WEISSER RING Rhein-Lahn“ und den Kolleginnen der Gleichstellungsstellen der Verbandsgemeinden am „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ auf das Problem aufmerksam gemacht. Auf dem Bad Emser Marktplatz Wipsch informierten sie über Unterstützungsmöglichkeiten für Opfer von Gewalt wie beispielsweise das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (Tel.: 08000/116 016 oder www.hilfetelefon.de).
Weitere Infos im Internet unter: www.onebillionrisingdeutschland.org oder Suchbegriff „One Billion Rising Koblenz“ sowie bei der Gleichstellungsstelle des Rhein-Lahn-Kreises, Alice Berweiler-Kaufmann, Insel Silberau 1, 56130 Bad Ems, Tel.: 02603/972-285, E-Mail: gleichstellung@rhein-lahn.rlp.de, Internet. www.rhein-lahn-kreis.de.
Pressemitteilung des
Rhein-Lahn-Kreises
Gemeinsam mit Vertretern der Opferschutzorganisation „WEISSER RING Rhein-Lahn“ und den Kolleginnen der Gleichstellungsstellen der Verbandsgemeinden machte die Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Lahn-Kreises, Alice Berweiler-Kaufmann, am „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ auf dem Bad Emser Marktplatz Wipsch auf Hilfsangebote für Opfer von Gewalt aufmerksam. Foto: Pressestelle Rhein-Lahn-Kreis
