Jakob Elzer feiert seinen 95. Geburtstag
Aktiv bleiben und unter Leute gehen
Welling. „Es ist wichtig, unter Leuten zu bleiben, sich zu treffen, miteinander zu reden und zu feiern“, sagt Jakob Elzer, zweitältester Bürger von Welling, der auch mit Mitte 90 noch eher wie Ende 70 wirkt. Bei guter körperlicher und geistiger Gesundheit feierte er im Familien- und Freundeskreis jetzt seinen 95. Geburtstag. Bürgermeister Maximilian Mumm und Ortsbürgermeister Manfred Gerner gratulierten dem Wellinger Ehrenbürger und überbrachten neben persönlichen Glückwünschen auch die guten Wünsche der Verbandsgemeinde Maifeld sowie der Ortsgemeinde Welling. Dabei kündigten sie an, dass sie in fünf Jahren zum 100. Geburtstag wiederkommen und den Jubilar hoffentlich in ebenso guter Verfassung antreffen wie jetzt.
Der 95-Jährige arbeitet noch regelmäßig im Garten, schneidet Sträucher, jätet Unkraut und kehrt jeden Samstag an die 40 Meter Straßenfront. Bei seinen regelmäßigen Spaziergängen hat er auch keine Angst vor größeren Touren. Der aktive Senior ist bei jedem Wellinger Fest dabei, gehört nach wie vor noch allen Wellinger Vereinen an und findet sich donnerstags pünktlich um 15 Uhr im Foyer der Nettetalhalle zum Seniorentreff St. Rudolph ein. In Welling geboren, verließ Jakob Elzer seinen Heimatort nur während seines Kriegseinsatzes und in der Zeit bis zur Fertigstellung seines Hauses. Nach dem Krieg leistete er hier Aufbauarbeit in den örtlichen Vereinen und gehörte lange Jahre den Vorständen an. Er sang den ersten Bass im Gesangverein, Kirchen- und gemischten Chor, kegelte mit großer Begeisterung und trieb im Turnverein Sport in jeder Form.
Auch in die Kommunalpolitik brachte sich der zweifache Vater ein, war 35 Jahre im Ortsgemeinderat, 18 Jahre davon Beigeordneter und stand Welling zeitweise auch als Ortsbürgermeister vor. Damals führte er die Verhandlungen um die Trennung zwischen Welling und Trimbs und löste die Aufgabe mit Bravour, womit der Grundstein für das gutnachbarliche Verhältnis der beiden Gemeinden gelegt war.
Der ehemalige Amtsrat und Rechnungsprüfungsamtsleiter der Stadtverwaltung Mayen ist heute noch gerne anderen behilflich bei Behördenkontakten und kennt sich als „lebendes Gedächtnis“ bestens aus mit Wellinger Zahlen und Fakten. Geburtstag feierte Jakob Elzer mit seiner Frau Katharina, den beiden Töchtern, von denen eine mit ihrer Familie im Haus wohnt und sich um den elterlichen Haushalt kümmert, dem Schwiegersohn, dem Enkel Stephan und der Urenkelin Marie-Sophie. Die Zehnjährige kommt auf dem Heimweg von der Schule fast täglich bei Uroma und Uropa vorbei.
Pressemitteilung
der Verbandsgemeindeverwaltung
Maifeld
