Allgemeine Berichte | 29.01.2025

Gelungener Auftakt für neues Format der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg)

Aktive Vernetzung von Wirtschaft und Verwaltung

Die gut besuchte Auftaktveranstaltung der wfg warb für gegenseitiges Verständnis zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Foto: wfg / Katharina Schlag

Westerwaldkreis. Unter der Überschrift „VerwaltungsKompass – Klartext für Unternehmen“ eröffnete die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg) das Jahr 2025 direkt mit einem neuen Veranstaltungsformat.

Beim Auftakt der Reihe waren rund 60 Interessierte aus Wirtschaft und Verwaltung bei der Firma systemceram in Siershahn zu Gast. Mit dieser Reaktion auf das Thema „Gut geplant ist halb gebaut“ zeigten sich Veranstalter, wfg und Bauabteilung der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises sehr zufrieden. „Uns ist daran gelegen, die Prozesse innerhalb der Verwaltung transparent zu machen und für ein gegenseitiges Verständnis zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu werben. Daher freut uns diese große Resonanz und auch die Verteilung mit etwa 2/3 Wirtschaft und 1/3 Verwaltung,“ heißt es vom Veranstalter.

Die Geschäftsführerin der wfg, Katharina Schlag, begrüßte die Runde und startete direkt in das Thema der Planungshierarchien. Dabei gab sie Einblicke vom Landesentwicklungsprogramm (LEP), das die Grundlage für die räumliche Weiterentwicklung des Landes und seiner Teilräume bildet, über den regionalen Raumordnungsplan (RROP), der diese Ziele herunterbricht und die überörtlichen Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege beschreibt, bis hin zur Bauleitplanung vor Ort. Die Bauleitplanung ist die „von Städten/Gemeinden in eigener Verantwortung durchzuführende städtebauliche Planung, die die bauliche und sonstige Nutzung vorbereiten und leiten soll“. Sie unterscheidet noch einmal zwischen dem Flächennutzungsplan (FNP), in dem die Verbandsgemeinden die voraussehbaren Bedürfnisse in Grundzügen abbilden, und dem Bebauungsplan (BPlan). Mit diesem legen die Ortsgemeinden den Rechtsrahmen für die tatsächliche Bebauung fest und definieren damit, welche baulichen und sonstigen Anlagen auf einem Grundstück zulässig sind.

Das folgende Thema der Genehmigungsverfahren übernahm Armin Bendel, langjähriger Mitarbeiter und seit Mitte 2024 Leiter des Bauamtes der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises. Er stellte den Prozess einer Baugenehmigung mit allen zu beteiligenden Behörden dar, erläuterte gesetzliche Vorgaben und schilderte zahlreiche Beispiele für den praktischen Umgang mit der Vielzahl unterschiedlicher Gegebenheiten. Bezogen auf das überwiegend unternehmerisch geprägte Publikum sagte er: „Sie haben eine Idee und möchten morgen mit der Umsetzung beginnen, aber auch mit bester Vorbereitung und einem optimalen Prozessverlauf, benötigt eine Baugenehmigung 12 bis 14 Wochen.“

Immer wieder betonte Bendel, dass gerade bei größeren Vorhaben, Gespräche im Vorfeld anzuraten sind. Dabei bezog er insbesondere die Orts- und Verbandsgemeinden mit ein, die schon bei der ersten Idee mit ins Boot genommen werden sollten, um mögliche „Stolpersteine“ direkt zu erkennen und eventuell Alternativen zu finden. Daran schloss sich der Einblick von Kevin Göbel, Geschäftsführer der systemceram, in das vor gut einem Jahr abgeschlossene Neubauprojekt nahtlos an. Er berichtete von vielen Abstimmungsgesprächen, auch bezüglich der Standortfrage für das neue Verwaltungsgebäude, mit Ortsbürgermeister Alwin Scherz und der Verbandsgemeinde Wirges. Seine zentralen Botschaften für andere Unternehmen lauteten: „Wichtig ist, sich Zeit für die Planung zu nehmen, um genau zu wissen, was man will und braucht, ein zuverlässiges Planungsbüro auszusuchen und frühzeitig mit allen Akteuren – auch der Belegschaft – in den Austausch zu gehen.“

Den letzten Punkt griffen Schlag und Bendel direkt auf und luden herzlich dazu ein, auch außerhalb des Veranstaltungsformates, ins Gespräch zu kommen. „Wir spielen in Ihrem Team,“ sagte Schlag. „Der Westerwaldkreis ist froh und dankbar für alle Unternehmen, die sich hier heimisch fühlen und wachsen wollen. Auch wenn die Rahmenbedingungen teilweise herausfordernd sind, sind wir Genehmigungs- und nicht Verhinderungsbehörde“, ergänzte der Bauamtsleiter.

Abschließend warb Katharina Schlag für das Format der „Runden Tische“, bei denen Bauprojekte in einem Termin allen genehmigungsrelevanten Fachbehörden vorgestellt werden. „Sprechen Sie uns, die Bauämter und Wirtschaftsförderungen der Verbandsgemeinden gern an. Wir koordinieren diese Runden, damit die Verfahren im Nachgang möglichst reibungslos und schnell durchlaufen können.“

Interessierte können sich an katharina.schlag@westerwaldkreis.de, 02602 124-405 wenden. Pressemitteilung der wfg

Die gut besuchte Auftaktveranstaltung der wfg warb für gegenseitiges Verständnis zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Foto: wfg / Katharina Schlag

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Neuwied: Gesunde Bäume sollen gefällt werden

  • Inge: Unmöglich das so was in der heutigen Zeit in der das Thema Umweltschutz, Kimaschutz, Artenschutz ect. angeblich so groß geschrieben wird .Die Begründungen die Bäume zu fällen sind so was von daneben und anders zu klären.
  • Sandra Schneider: Das sehe ich auch so, das macht den Ychulhof auch nicht größer. Es wäre sehr schade um die alten Bäume.
  • Sven : Typisch Neuwied alte Bäume fällen un kleine neu pflanzen. Lastt die alten großen stehen.

Bahnhof Engers wird barrierefrei

  • Hildegard DÖTSCH : Wurde im Vorfeld geprüft, wieviel beeinträchtige Menschen täglich den Bahnhof/ die Züge nutzen würden/wollen? Die Rodung bringt eine Vielzahl an Vögel, die in den Birken lebten in Bedrängnis. Auch Kleintiere, Eidechsen, Mäuse etc.

Initiative "Rettet die Alte Post" in Rheinbach

  • Lukas Wegberg: Drin war ich noch nie, aber der Außenbereich dieses Etablissements ist nebst Bahnhof der einzige unästhetische Fleck in der gesamten Stadt, der mir spontan einfällt. Dass die Kneipe nun einer anderen...
Rund um´s Haus
Dienstleistungen
Dauerauftrag 2026
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26Heimersheimer Weihnachtsmärktchen, 29. – 30.11.25
Bad Neuenahr-Ahrweiler feiert Karneval
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Februar 2026
Karneval in der VG Altenahr
Anzeige Frühjahrsweinpräsentation
Anzeige Urwald - Jetzt wirds grün
Empfohlene Artikel

Koblenz. Kann man aus Pilzen Bausteine herstellen? Hat die Lichtfarbe Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Solaranlagen? Wie reagieren Ameisen auf Mikroplastik? Auf diese und viele weitere Fragen haben Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz Antworten gefunden. Im Rahmen des Koblenzer Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ präsentierten...

Weiterlesen

Kreis Neuwied. Kann man aus Pilzen Bausteine herstellen? Hat die Lichtfarbe Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Solaranlagen? Wie reagieren Ameisen auf Mikroplastik? Auf diese und viele weitere Fragen haben Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz Antworten gefunden.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Bislang unbekannte Täter trugen „Wilde Kerle“-Kostüme

12.02.: Nach Karnevalszug: Mann von Gruppe attackiert und in Bach geschubst

Bornheim. Nach dem Karnevalszug in Bornheim-Kardorf wurde den Einsatzkräften ein 25-Jähriger zugesprochen, der angab, auf dem Nachhauseweg von fünf bis sechs Personen mit Schlägen attackiert worden zu sein. Die Unbekannten, darunter eine junge Frau mit Rentier-Ohren, schwarzer Jacke und goldener Tasche sowie mehrere Männer im „Wilde Kerle“-Kostüm, sollen den Geschädigten im Bereich Keimerstraße/Rebenstraße geschlagen und in einen Bach geschubst haben.

Weiterlesen

Die Retter in der Not konnten die arme Fellnase unverletzt aus dem Loch befreien

13.02.: Westerwald: Feuerwehr rettet Hund aus Abwasserschacht

Höhr-Grenzhausen. Am Freitag, 13.02.2026, wurde der Polizeiwache Höhr-Grenzhausen gegen 13:50 Uhr gemeldet, dass ein Hund in ein Erdloch gefallen sei. Die Halterin konnte das Tier zunächst nicht auffinden.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Karneval in der Grafschaft
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0072#
Daueranzeige (Februar 26)
Karneval in der Grafschaft
 Titelanzeige - Stellengesuch
Bad Neuenahr-Ahrweiler feiert Karneval
Stellenanzeige Ausgabenbuchhaltung
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Stellenanzeige Kita und Sportstätten Sachbearbeiter
Bad Neuenahr-Ahrweiler feiert Karneval
Wahlanzeige 1 von 6
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Schnitzelbuffet MK
Innovatives aus Weißenthurm