Allgemeine Berichte | 30.05.2021, 13:10 Uhr

Landrat Dr. Jürgen Pföhler kritisiert Aussage von SPD-Bundestagskandidat

Alle Feuerwehrangehörigen im Kreis Ahrweiler geimpft

Symbolbild. Foto: geralt/Pixabay
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Kreis Ahrweiler. Bereits am vergangenen Freitag, 27. Mai, waren alle Feuerwehrangehörigen und übrigen Mitwirkenden des Katastrophenschutzes (zum Beispiel DRK, THW, Notfallseelsorge und Rettungshundestaffel) im Kreis Ahrweiler geimpft. Das Land hatte den Brand- und Katastrophenschutzeinheiten - anders als dem Lehrpersonal an weiterführenden Schulen - jedoch keine besondere Priorisierung eingeräumt und den Impfzentren keine Sonderimpfkontingente zur Verfügung gestellt. Vielmehr wurden die Feuerwehrangehörigen von Innenminister Roger Lewentz (SPD) am 20. Mai auf die Nachrückerlisten der Impfzentren verwiesen.

 „Innerhalb von nur wenigen Tagen ist es uns gelungen, alle Mitwirkenden im Katastrophenschutz, die beim Land registriert, aber bislang noch nicht terminiert waren, zu impfen. Dies war möglich, weil immer wieder Impfberechtigte Termine nicht wahrnehmen und unser Team mehr Impfstoff aus den Vials gewinnt - die sogenannte siebte Dosis“, so Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider. „Obwohl die Terminvergabe Aufgabe des Landes und nicht des Impfzentrums ist, haben unsere hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pausenlos die Ehrenamtler kontaktiert und einen Impftermin angeboten.“

Landrat Dr. Jürgen Pföhler kritisiert in diesem Zusammenhang die Behauptung des SPD-Bundestagskandidaten und Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, Christoph Schmitt, und der SPD-Landtagsabgeordneten, Susanne Müller, im Kreis liefen die Impfungen der Feuerwehren „schleppend“, während andere Landkreise, wie zum Beispiel der Kreis Neuwied, einen Großteil ihrer Feuerwehrleute bereits geimpft hätten. „Von den beiden SPD-Politikern hätte man erwarten dürfen, dass sie sich sachkundig machen. Denn zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ihrer Pressemeldung waren bereits alle Brand- und Katastrophenschutzeinheiten, die sich für eine Impfung beim Land registriert hatten, im Kreis geimpft.“ Darüber hinaus betont Pföhler: „Wir brauchen in Sachen Impfen wirklich keinen Nachhilfeunterricht, denn unser Impfzentrum gehört mit Impfquoten, die deutlich über Land- und Bundesdurchschnitt liegen, zu den Erfolgreichsten in ganz Deutschland.“

Michael Zimmermann, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises: „Wir sind sehr dankbar, dass das hochprofessionelle Impfteam in Grafschaft-Gelsdorf die Impfungen so kurzfristig selbst in die Hand genommen hat und damit auch die Dankbarkeit und Wertschätzung des Kreises für unsere ehrenamtliche Arbeit zum Ausdruck gebracht hat. Was das Land angeht, bleibt rheinlandpfalzweit ein bitterer Nachgeschmack haften. Wir haben kein Verständnis dafür, dass wir im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht zeitgleich dieselbe Behandlung wie das Lehrpersonal an weiterführenden Schulen erhalten haben und alle diesbezüglichen Appelle an Innenminister Lewentz bis heute unbeantwortet geblieben sind.“

Pressemitteilung Kreis Ahrweiler 

Symbolbild. Foto: geralt/Pixabay

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