Kinder standen im Mittelpunkt des Harderter Dorffestes
Alle Vereine packten mit an
Konzept des Gemeinderats ging auf
Hardert. Ein Zirkus der besonderen Art gastierte in Hardert: Der Mitmach-Familien-Circus Hardini! Er war aus Anlass des Dorffestes in den Ort gekommen und begeisterte Scharen von Kindern mit seinem Programm. Zunächst fand eine Probe verschiedener Zirkustechniken statt, Akrobatik, Balancieren, Jonglieren. Nach einer kleinen Pause übten die Fakire: Auf einem Nagelbrett liegen und barfuß durch Scherben gehen. Das Ganze endete auf dem Dorfplatz von Hardert in der großen Circus Hardini Aufführung.
Ortsbürgermeister Rainer Philippi erklärt zum diesjährigen Dorffest: „Die Planung war so, dass wir zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung die Kinder in den Mittelpunkt stellen. Das sind die akrobatischen Übungen und Zirkusaufführungen und anschließend das Spielen in der Hüpfburg. Dem folgt der Erwachsenen-Teil mit unserer Dorfolympiade. Es gibt ein Wettrennen mit großen Gruppen-Skiern, eins mit Schubkarren und eins mit Sackhüpfen. Geplant ist, dass auch der Gemeinderat mit einer Gruppe teilnimmt.“
Bei der Vorbereitung des Festes haben alle Vereine im Ort mitgeholfen. Das waren der Gesangverein, der Burschenverein, die alten Burschen, der Frauenclub, der Feuerwehrverein und der Gemeinderat. In den Händen von Bürgermeister Philippi liefen die Fäden zusammen. Er sagt: „Das war jetzt wieder ein Neuanfang. Es hat ein ähnliches Fest vor circa 20 Jahren schon mal gegeben. Daran hat man sich erinnert. Mein Vorschlag waren diese beiden Prinzipien: Alle Vereine beteiligen sich gemeinsam, das ist einfacher, als wenn ein einzelner Verein das auf die Beine stellen muss. Das andere Kriterium war, dass die Kinder im Mittelpunkt stehen sollten. Wir haben uns nämlich gedacht, wenn wir für die Kinder attraktiv sind, dann kommen auch die Erwachsenen mit, die sonst vielleicht nicht so auf ein klassisches Dorffest gehen. Das hat auch gut funktioniert.“ Zu Beginn der Veranstaltung hat Ortsbürgermeister Philippi 25 Kinder auf dem Dorfplatz gezählt, zwei Stunden später waren es schon deutlich über 40. Und mit ihnen war eine sehenswerte Zahl erwachsener Dorffestbesucher gekommen. Am Abend, nach der Dorfolympiade gab es noch eine sehr sehenswerte Theateraufführung des Frauenclubs. Jetzt überlegt man in Hardert, das Dorffest so oder in ähnlicher Form wieder regelmäßig stattfinden zu lassen. Auch von der Lokalität und der Entscheidung, das Fest im Freien zu veranstalten, ist man noch im Nachhinein überzeugt. Vorher war diskutiert worden, im Dorfgemeinschaftshaus zu feiern. Der Ortsbürgermeister: „Das wäre technisch viel einfacher gewesen. Da haben wir Toiletten, da haben wir einen Kühlraum, da haben wir eine Bühne - aber die Mehrheit in den Vereinen war der Meinung, nein, das Dorffest gehört ins Freie auf diesen Platz. Allerdings hätten wir das Dorfgemeinschaftshaus als Ausweichmöglichkeit bei schlechtem Wetter benutzen können.“
Hardert hat aktuell 835 Einwohner. Die Zahl könnte noch deutlich größer werden, sagt Rainer Philippi. Aber es gibt momentan nur wenige Häuser und Grundstücke beziehungsweise Bauplätze, die noch zur Verfügung stehen. „Die Nachfrage ist bedeutend größer als das Angebot“, sagt der Ortsbürgermeister. Das liege an der hohen Wohnqualität in Hardert mit einer schönen Naturlandschaft und der günstigen Lage nah bei Rengsdorf und Straßenhaus und nicht weit von der A3 und dem Rheintal. Noch am Donnerstag vor dem Dorffest war die zweite Bewertungskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ in Hardert. Im Kreisentscheid war der Ort Zweiter geworden, jetzt steht die Bewertung im Bezirksentscheid an. Ortsbürgermeister Philippi sagt: „Die Kommission fand gut, wie wir gemeinsam mit allen Vereinen und vielen Helfern dieses Dorffest vorbereitet haben!“ Am 7. Juli fällt die Entscheidung.
Der Mitmach-Famileincircus Hardini i war n den Ort gekommen und bot zwei Stunden lang ein tolles Programm.
Gebannt verfolgten die Jüngsten des Ortes das Programm auf dem Festplatz in der Ortsmitte.
In der Hüpfburg ging es hoch her. Hier konnten die Kinder nach Herzenslust toben und herumtollen. Fotos: KER
