Alles Schöne hat einmal ein Ende
Alles Schöne hat einmal ein Ende
Breitenau. Mit Kettenkarussell, Schießbude und Zelt feierten die Breitenauer am Wochenende Kirmes. Viel Tradition traf auf wenige Leute, sodass ein grundlegendes Problem, welches sich über die Jahre immer weiter verstärkte, das Ende einer Kirmes bedeuten soll.
Fassanstich am Donnerstag
Los ging es schon donnerstags mit dem Aufstellen des Kirmesbaumes durch die Feuerwehr Haiderbach. Die Festwirte Werner und Thorsten stachen am Freitagabend das erste Fass an und eröffneten damit die historische Kirmes.
Die Vorabendmesse zum Kirchweihfest fand samstags statt mit anschließendem bunten Treiben auf dem Kirmesgelände. Der internationale Frühschoppen am Sonntagmorgen wurde durch das hochkarätige Ensemble der St. Georgsbläser Haiderbach unterstützt. Das passende Essen zur guten Musik lieferte die Breitenauer Möhnen und verkauften schmackhafte Kuchen und Torten.
Ein weiterer internationaler Frühschoppen mit Abgesang der Kirmes beendete das traditionelle Kirchweihfest montags. Von einer Kirmesjugend oder Kirmesgesellschaft war auf der ganzen Kirmesmeile nichts zu sehen. Aber daran hatten sich die Breitenauer gewöhnt, denn dieser Zustand herrscht schon seit neun Jahren. Als sich 2007 keine Jugendlichen oder Vereine fanden, die die Kirmes ausrichten wollten, musste die Aufgabe die Gemeindevertretung übernehmen. Das Ausrichten einer Kirmes ist mir viel Arbeit verbunden und kostenaufwendig. Dennoch wollte Ortsbürgermeister Jürgen Berleth den Brauch nicht sterben lassen. Leider mangelte es an Helfern und besonders an Gästen. So kamen von Jahr zu Jahr immer weniger Besucher nach Breitenau auf die Kirmes. Die Konsequenz daraus wurde in diesem Jahr gezogen: Das war vorerst die letzte Kirmes im Dorf auf der Haiderbach. Sollte sich natürlich ein Verein finden, der die Kirmes wieder ausrichten möchte, muss das Kirchweihfest nicht aussterben. Eine Alternative ist bereits in Planung. Die neue Grillhütte bietet einen guten Platz, der mit weniger Aufwand und Kosten verbunden ist, um ein schönes Dorffest auszurichten. Dieses fände dann zwar nur an einem Tag statt, aber so gäbe es wenigstens noch die Möglichkeit, mit seinen Dorfmitbewohnern einmal im Jahr zünftig zu feiern. Nun ist abzuwarten, was das nächste Jahr für die große Tradition Kirmes bringt, und ob wirklich der traurige Schritt gegangen werden muss, und die Kirmes abgeschafft wird.
Die immertreuen Breitenauer Möhnen sorgten für Leckereien im Festzelt.
