„Mähfreier Mai“ und extensive Grünpflege stärken Biodiversität im Stadtgebiet
Alles mähfrei macht der Mai - in Andernach
Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.
Ziel der Initiative „Mähfreier Mai“ ist es, der heimischen Natur mehr Raum zu geben und insbesondere Insekten- und Vogelarten bessere Lebensbedingungen zu bieten. Der „Mähfreie Mai“ wurde von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft gemeinsam mit den Gartenakademien ins Leben gerufen und verfolgt einen einfachen, aber wirkungsvollen Ansatz: Grünflächen sollen im Mai möglichst nicht gemäht werden, damit sich blühende Pflanzen und eine vielfältige Vegetation entwickeln können.
Ein insektenfreundliches Mähkonzept mit reduzierten Mähintervallen gilt als effektive Maßnahme gegen das Insektensterben und zur Förderung der Artenvielfalt. Gleichzeitig leistet es einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Stadtentwicklung.
Neben der ökologischen Bedeutung hat das Konzept auch positive Auswirkungen auf das Mikroklima: Höheres Gras schützt den Boden vor Austrocknung und trägt zu einer angenehmeren Umgebungstemperatur bei – ein Vorteil für Mensch und Natur gleichermaßen.
Die Teilnahme am „Mähfreien Mai“ ist in Andernach Teil eines umfassenden Konzepts zur Förderung der Biodiversität. Im innerstädtischen Bereich sind dann Grünflächen mit sogenannten „mähfreien Inseln“, beispielsweise in den Rheinanlagen oder am Ochsentor in Andernach, zu finden.
Bereits heute werden außerdem ausgewählte städtische Flächen extensiv bewirtschaftet, das heißt, sie werden bewusst seltener gemäht oder gemulcht, um natürliche Entwicklungsprozesse zuzulassen.
Ein Beispiel für diesen Ansatz ist die Permakulturfläche im Stadtteil Eich. Dort werden aus ökologischen Gründen lediglich die Wege freigehalten, während die übrigen Wiesenflächen weitgehend sich selbst überlassen bleiben.
Die Stadt Andernach ruft auch Bürgerinnen und Bürger, Anlieger sowie private Gartenbesitzer dazu auf, sich nach Möglichkeit am „Mähfreien Mai“ zu beteiligen. Wer kann, sollte in diesem Monat auf das Mähen verzichten oder alternativ nur Teilflächen bearbeiten, sodass Rückzugsräume für Tiere erhalten bleiben.
Mit ihrem Engagement zeigt die Stadt Andernach, wie durch einfache Maßnahmen ein großer ökologischer Nutzen erzielt werden kann – für mehr Artenvielfalt, ein besseres Stadtklima und eine lebenswerte Umwelt.
Pressemitteilung
Stadtverwaltung Andernach
