Berühmt-berüchtigte Weibsbilder begeisterten als Malle-Diven
Amüsanter Verbal-Trash auf rustikalem Niveau
Faid. Volle Hütte war angesagt, als die Königinnen des losen Mundwerks und Labertaschen par excellence, alias Anke Brausch und Claudia Thiel, als Weibsbilder-Duo im örtlichen Bürgerhaus aufschlugen. Und das mit der ganzen Kraft ihrer jeweils derben Verbalorgane, die auch hin wieder einmal, zwecks Tatsachenabstimmung, eine Verbindung zu ihren Gehirnen aufnahmen. Ein absolutes Fest für die Lachmuskulatur aller Kabarettfans, denen die Tränen der Freude oftmals haltlos über die Gesichter liefen. Und nicht nur besagte Tränen verdienten sich die Weibsbilder redlich, wurden ihre verbalen Eskapaden ins Nirwana bekennender Vollpfosten doch stets auch mit anhaltendem Zwischenapplaus belohnt. Bäuerlicher Eifelhumor traf da ebenso auf intelligente Gaudispitzen, die meist übertrieben schwarz formuliert, doch immer wieder auf begeisterte Abnehmer und deren offene Lauscher trafen. Auch das rustikale Auftreten der beiden „Diven auf dem Weg nach Malle“, inklusive angesagtem Landei-Outfit, blieb dabei nicht unbeachtet und bildete sofort eine amüsante Plattform, bevor die beiden Eifel-Hühner überhaupt mit einer ihrer derben Dreistigkeiten vorstellig wurden. 100 Prozent Rabatt, wie auf ihren Eintrittskarten ausgelobt, gab es allerdings nur für die Weibsbilder selbst, wenn sie denn den einen oder anderen Kabarettgast bezüglich seiner Rundungen, seiner Kleidung oder gar Familiengeschichte, höchst amüsant auf die Schippe nahmen und seine unbedarften Reaktionen einer detaillierten Spaß-Autopsie unterzogen. Sehr zur Freude der anderen Besucher, denn Schadenfreude ist und bleibt ja bekanntlich die größte Freude. So stachen die Mädels mit der Agentur Love-Boat-Reisen auf der Sinking-Titanic in See Richtung „Malle“, um zunächst einmal kräftig Lachwasser zu verteilen und Peinlichkeiten der jeweils anderen zu thematisieren. „Das herausragende an dir ist dein Hintern und Gewichts- und Gesichtsprobleme bilden bei dir eine Fusion!“ Oder nach der Malle-Tour: „Ist der Bauch konkav, war das Mädel brav - ist der Bauch konvex, hatte die Tante Sex!“ „Im Gegensatz zu deinem Gehirn meldet sich mein Magen wenn er leer ist!“ Der Anmachspruch des Monats: „Ich habe so einen trockenen Mund, hast du zufällig eine nasse Zunge dabei?“ Aber auch mit ironischer Selbstkritik halten die Weibsbilder nicht hinterm Berg: „Unser 20-jähriges Abi-Treffen sah aus wie ein Seniorennachmittag!“ Auf dem sportlichen Bereich haben sie beide nichts zu bieten. Aber, „wir waren immerhin mal das schnellste Spermium!“ Anke kann sich nicht entscheiden, ob sie ihre frisch geborene Tochter Maria oder Lara nennen soll. Claudia schlägt ihr eine Mischung aus beider Namen vor: „Malaria!“ Die ekligen Katzenhaare auf Claudias T-Shirt werden als hipper 3D-Animal-Print vorgestellt und Anke geht eine Symbiose mit ihrem Vintage-Gesicht und ihren Vintage-Klamotten ein. Als brave Kinder haben beide wegen schönem Wetter immer ihre Teller leer gegessen, weshalb es heute in der Eifel die Erderwärmung gibt. Im Minutentakt schleuderten so die Weibsbilder, die auf Einladung des FC Faid erschienen waren, ihrem Publikum von derbem Humor gespickte Storys und Phrasen an den Kopf, was resümierend in einem exzellenten Kabarettabend gipfelte. TE
Anke Brausch hat es mit dem Rücken, während es ihrem rustikalen Mundwerk wesentlich besser geht.
