Allgemeine Berichte | 08.04.2019

St. Sebastianus Schützenbruderschaft Waldbreitbach pflegt langjährige Tradition

An der Katzenschleife sind die Ostereier gut in Schuss

Ostereierschießen am 13. April

Das Ostereierschießen hat in Waldbreitbach eine lange Tradition.Foto: privat

Waldbreitbach. Rom, Rio de Janeiro, Waldbreitbach, und über allem schwebt der Heilige Sebastian.

Der Schutzpatron der Ewigen Stadt am Tiber und der brodelnden Metropole an der Copacabana ist auch Namensgeber der St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Zur Pflege ihrer Traditionen unter dem Leitspruch „Glaube.

Sitte. Heimat“ zählen die Sebastianer aus dem Wiedtal auch das alljährliche Ostereierschießen.

Ehrenbrudermeister Justus Reiprich erzählt, das Ostereierschießen habe eine lange Tradition bei den Schützen. Als er vor 40 Jahren in den Verein gekommen sei, wurde es schon abgehalten.

Ostermontag erwies sich als unpraktisch

Allerdings fand der Brauch damals noch an Ostermontag, und zwar auf dem Stand für Kleinkaliber-Gewehre, vom Vormittag bis in die frühen Nachmittagsstunden hinein statt. Es entbehrte nicht einer gewissen Logik, dass irgendwann Stimmen laut wurden, die forderten, man brauche die Ostereier an Ostern. Also verlegte die St. Sebastianus Schützenbruderschaft das Ostereierschießen auf den Karsamstag. Der Ostermontag blieb aber nicht ganz außen vor – der Junggesellenclub nutzte den Tag des Emmausgangs zum Ausschießen des Maikönigs.

Eine Zeit lang währte die Umstellung denn auch zur allgemeinen Zufriedenheit, bis es auf einmal hieß, das Schießen mit dem Kleinkalibergewehr an Karsamstag sei zu laut. Also wurde fortan mit dem Luftgewehr geschossen, allerdings fiel dieser Wechsel auch in die Zeit, als der KK-Stand wegen eines Erdrutsches im Jahr 1984 sowieso geschlossen werden musste.

Was folgte, war eine Periode, zu der viele Mitglieder über Ostern wegfuhren und die Arbeit an nur wenigen hing.

So wurde entschieden, das Schießen acht Tage vorher einen Tag vor Palmsonntag durchzuführen. Diese Entscheidung war auch insofern unstrittig, als dass viele andere Vereine mittlerweile am Ostersamstag ihr Schießen durchführten. So ist es dann bis heute geblieben.

Jeder kann mitmachen

In diesem Jahr ist es demnach am Samstag, 13. April ab 14 Uhr das „Gelbe vom Ei“, am Schießstand an der Katzenschleife aus zehn Metern Entfernung möglichst oft ins Schwarze zu treffen.

Jeder, der mitmachen möchte, ist willkommen.

Dass bis 18 Uhr die Möglichkeit besteht, außer dem Sonderpreis reichlich Ostereier zu gewinnen, ist in der christlichen Mythologie begründet. Bekanntlich gilt das Ei als Symbol der Auferstehung und damit des Lebens.

Während die frühen Christen Mesopotamiens die Eier rot bemalten, um an das Blut Christi zu erinnern, hatte die spätere Kolorierung in verschiedenen Farben ganz praktische Gründe: Weil die Fastenzeit über sechs Wochen dauert, wurden die Eier hart gekocht, um sie haltbar zu machen.

Direkt vom Bauernhof

Zudem untersagte das Fastengebot neben dem Verzehr von Fleisch ebenfalls, Eier zu essen.

Um ältere Exemplare von jüngeren zu unterschieden., wurden die Eier dann unterschiedlich gefärbt. In ihrer ganzen bunten Pracht und Herrlichkeit sind die Ostereier, die die St. Sebastianus Schützenbruderschaft direkt vom Bauernhof erwirbt, auch beim Ostereierschießen am Schützenstand an der Katzenschleife vorhanden. „In jedem Jahr wechseln mehrere 100 Ostereier den Besitzer“, weiß Justus Reiprich zu berichten.

Das Ostereierschießen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Waldbreitbach 1864 e.V. findet am Samstag, 13. April von 14 bis 18 Uhr in der Schützenhalle an der Katzenschleife statt. Kaffee und Kuchen, kleiner Imbiss und kühle Getränke werden angeboten.

An der Katzenschleife sind die Ostereier gut in Schuss

Das Ostereierschießen hat in Waldbreitbach eine lange Tradition.Foto: privat

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