Allgemeine Berichte | 27.10.2020

Ein Ausstellungswochenende zu Corona-Zeiten in Ehrenbreitstein

Anders als gewohnt

Im Gänseblümchenmarsch.Quelle: Atelier „Haus 122“ Anja Bogott

Ehrenbreitstein. Seit Jahren finden am ersten Wochenende im November die Ehrenbreitsteiner Kunsttage statt. Zu Corona-Zeiten ist allerdings dies wie vieles Andere auch anders als gewohnt.

Statt 21 Ausstellungsorte werden weniger Ausstellungsräume dabei sein, dafür viele Schaufenster der Gewerbetreibenden im Ort. Mit dabei die Eingangsfenster der Anwaltskanzlei im Exner-Haus und die Apotheke im Dähler Eck und andere Läden im Ort.

Angepasst an die aktuellen Hygieneregeln planen 2020 die Künstler in Ehrenbreitstein an verschiedenen Orten kleine Ausstellungen oder verlagern diese in Schaufenster.

In allen Ausstellungen gelten zur Sicherheit die Abstandsregel und auch die Maskenpflicht. Die Adressen werden nur einmal registriert. Eine Markierung berechtigt zum Besuch aller weiteren Ausstellungen.

Was vor 13 Jahren mit einem Kunstwochenende Ehrenbreitsteiner Künstler begann, wird Jahre später - unterstützt von den Gewerbetreibenden im „Dahl“- zu einer immer größeren von Künstlern und Publikum nicht mehr wegzudenkenden Veranstaltung. Neben den Ateliers und Galerien gehören in diesem Jahr zu den 21 Ausstellungsorten auch Praxen, Ladenlokale und Büroräume. Die Ausstellenden kommen schon lange nicht mehr nur aus der Region. Die Kunsttage – eine Schau der Gegenwartskunst – bietet Künstlern aus Deutschland und auch über die Grenzen hinaus die Möglichkeit sich und ihr Arbeiten zu präsentieren. Organisiert werden die Kunsttage von den Dähler Künstlern in Zusammenarbeit mit dem Kulturraum Ehrenbreitstein e.V.

Mit dabei ist in diesem Jahr auch wieder das Rheinmuseum als feste Institution in Ehrenbreitstein.

Zum dritten Mal zeigt Schlaraffia Confluentia in den Räumen der ehemaligen Pallottinerkapelle Werke von Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zu den bekanntesten schlaraffischen Künstlern gehören Otto von Kotzebue und der im vergangenen Jahr verstorbene Gründer der Künstlerkolonie Rastede Jochen Kusper. Bilder aus seinem Nachlass werden zu sehen sein.

Ungewöhnlich und bedingt durch die Besonderheit der Pandemiezeit ist in diesem Jahr die Eröffnung. Drinnen wie draußen heißt es bei der Eröffnung auf „– 2“ in Diehls Hotel: In der Tiefgarage. Über das Wochenende werden hier wie gewohnt Bilder aller ausstellenden Künstler zu sehen sein. Es werden Dr. Kienle (schlaraffisch „Ritter Stuss“) und der junge Schauspieler Viktor Lee in einem sicher ungewöhnlichen Dialog die Veranstaltung eröffnen und das Ausstellungswochenende schmackhaft machen.

Im Gänseblümchenmarsch.Quelle: Atelier „Haus 122“ Anja Bogott

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