Allgemeine Berichte | 25.08.2020

Gespräch bei der Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen

Angenehmer Austausch mit der Dr. Anna Köbberling MdL

Im Gespräch: Geschäftsführer Thomas Hoffmann (li), Dr. Anna Köbberling (Mitte) und Dennis Feldmann (re.). Foto: privat

Koblenz. Auf Anfrage der RMW Geschäftsleitung trafen sich Thomas Hoffmann und Reiner Plehwe mit der SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Anna Köbberling und Dennis Feldmann, dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Lützel.

Da es schon in der Vergangenheit eine gute Verbindung zu Frau Dr. Köbberling gab, entwickelte sich schnell ein offener und vertrauensvoller Austausch. Zur Einführung gab Geschäftsführer Thomas Hoffmann einen intensiven Einblick in das momentane „Seelenleben“ der Werkstatt.

Schwieriger Strukturwandel

Seit fast fünf Jahrzehnten hält die Einrichtung ein wohnortnahes Betreuungs- und Beschäftigungsangebot für Menschen mit Behinderung vor.

Das Bundesteilhabegesetz und intensive Maßnahmen zur Inklusion erfordern von der Werkstatt ein völliges Umdenken und neue Verhaltensweisen. Mittlerweile ist eine Reihe von privaten Anbietern am Markt, die unter modern klingenden Namen und Programmen, den gleichen Service, wie die etablierten Einrichtungen versprechen. In diesem Wettbewerb hat sich die Werkstatt auch dank ihrer hohen Qualität und zahlreicher innovativer Ideen gut etabliert.

„Wir sind auf einem guten Weg von einer klassischen Werkstatt zu einer modernen Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben, die den Spagat schaffen muss, auf der einen Seite Menschen mit hohem Assistenz- bzw. Pflegeaufwand Arbeitsplätze zu bieten, auf der anderen Seite eine durchlässige berufliche Bildung zu ermöglichen, die für Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt qualifiziert. Gleichzeitig müssen wir am Markt konkurrenzfähig sein, um ein gutes Arbeitsergebnis für einen guten Werkstattlohn zu erwirtschaften“ führte Thomas Hoffmann aus.

„Hängen im Schacht“

Wie alle anderen Werkstätten in Rheinland-Pfalz hadern auch die Koblenzer Verantwortlichen mit der unklaren neuen Finanzierungsstruktur, die entgegen allen Ankündigungen des Landes auch noch nicht ansatzweise umgesetzt ist. Hierbei ist es so, dass es zu einer Umstellung der bisherigen Vergütungsvereinbarungen per Gesetz gekommen ist. Aber die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben und der damit verbundenen Verhandlungen wird seitens des Landes immer wieder verschoben.

Dies nimmt den Werkstätten jegliche Planungsgrundlage und trifft insbesondere die Koblenzer Werkstatt, die mit ihren 900 Mitarbeitern eine der größten WfbM´s in Rheinland-Pfalz ist, relativ heftig. „Wir sind ein großer Tanker, in schwierige Gewässern, da muss der Kurs klar sein. Leider werden wir gerade da etwas alleine gelassen. Im Zuge der zuvor beschriebenen Veränderungsprozesse sollten die Grundlagen klar sein.“ so Hoffmann.

Die SPD Landtagsabgeordnete bot ihre Hilfe an, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einzusetzen, dass die Rhein-Mosel-Werkstatt einen klaren und verbindlichen Zeitplan für die Verhandlungen bekommt. „Diese wertvolle Arbeit muss weitergeführt werden, denn die Menschen mit Behinderung erfahren in der Rhein-Mosel-Werkstatt, die passende Teilhabe am Arbeitsleben.“ Anna Köbberling weiß, wovon sie spricht, nicht zuletzt durch Praktikanten aus der Werkstatt, die in ihrem Bürgerbüro ein qualifiziertes Praktikum absolvieren konnten. Weitere Praktika und ein nachhaltiger Kontakt, auch im Kontext der beschriebenen Schwierigkeiten wurde als Gesprächsergebnis beschlossen.

Pressemitteilung der

Rhein-Mosel-Werkstatt

Im Gespräch: Geschäftsführer Thomas Hoffmann (li), Dr. Anna Köbberling (Mitte) und Dennis Feldmann (re.). Foto: privat

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