Allgemeine Berichte | 30.01.2019

Dringende Maßnahmen sind im Wachtberger Haushalt vorgesehen

Arbeiten stehen in den Startlöchern

Bürgermeisterin Renate Offergeld (Mitte), der Beigeordnete Swen Christian und Kämmerin Beate Pflaumann stellten die Finanzsituation und Pläne für die kommenden zwei Jahre vor.Foto: CEW

Berkum. Viel zu tun gibt es in Wachtberg. Da geht es um Spielplätze, dringende Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen an Schulen, um Straßenreparaturen und viele weitere Aufgaben, die eine Gemeinde erfüllen muss. „Wir haben ein ganzes Aufgabenpaket zusammengestellt“, so Bürgermeisterin Renate Offergeld in einem Gespräch, an dem auch der Beigeordnete Swen Christian und Kämmerin Beate Pflaumann teilnahmen. Ob sie all diesen Aufgaben gerecht werden können, hinge auch von dem Votum der Parteien zum Haushalt ab, den die Entscheidungsgremien in schriftlicher Form vorab erhalten. Auch im Internet sollen in Kürze die Haushaltspläne des Doppelhaushalts der Gemeinde für die Jahre 2019 und 2020 nachzulesen sein. Kindergärten, Schulen und Sportstätten sollen in der gewohnten Weise aufrechterhalten werden, auch die Reparatur von Straßen ist geplant. „Das kostet alles Geld“, stellte die Kämmerin fest. Zwar seien die Einnahmen aus Gewerbesteuern im vergangenen Jahr höher als erwartet gewesen und würden in der gleichen Höhe auch für das kommende Jahr berücksichtigt. Trotzdem bliebe der Haushalt defizitär, sodass keine andere Möglichkeit bestünde, als die Grundsteuer B zu erhöhen. Sonst drohe bald ein Haushaltssicherungskonzept.

660 Prozentpunkte

In den Nachbarkommunen seien durchschnittlich 660 Prozentpunkte bei dieser Steuer üblich, weil viele nur mit einer Steuererhöhung in diesem Bereich die Ziele ihres Haushaltssicherungskonzepts erfüllen konnten, erklärte Pflaumann. Mit 580 Prozentpunkten, die es nach der Erhöhung in Wachtberg sein sollen, liegt das Ländchen deutlich unterhalb des Durchschnitts. Die Situation, Steuern wegen eines Haushaltssicherungskonzepts unmäßig erhöhen zu müssen, möchten Pflaumann, Bürgermeisterin Offergeld und Christian vermeiden. Deshalb erinnert die Kämmerin nochmals daran, dass auf einen ausgeglichenen Haushalt hingearbeitet werde, dieser jedoch bisher nicht in Sicht sei. Zu viele nicht voraussehbare und von der Gemeinde nicht beeinflussbare Faktoren flössen in die Berechnung ein, so Pflaumann. Allerdings seien sie mit dem derzeitigen Doppelhaushalt auf dem Weg in die Richtung eines ausgeglichenen Haushalts. Trotz aller Sparmaßnahmen sollen die wichtigsten Projekte in Wachtberg in Angriff genommen werden, vorausgesetzt, der Haushaltsvorschlag findet überwiegende Zustimmung und damit die Mehrheit im Rat. Im Fokus liegen hier die weitere Verfolgung des DIEK in Gimmersdorf, das zuletzt wegen personeller Engpässe stockte. Außerdem werden zehn Prozent mehr in den öffentlichen Personennahverkehr investiert, mit dem neuen Buskonzept gibt es ein 70 Prozent leistungsfähigeres und besseres Angebot für die Bürger. Nach wie vor sei die Personalsituation wegen unbesetzter Stellen und Langzeiterkrankungen angespannt. „Hier müssen wir in gut qualifiziertes Personal investieren“, so Christian. Wegen der fortschreitenden Digitalisierung der Verwaltung müsse auch das Personal entsprechend fortgebildet und bei Neueinstellungen auf entsprechende Qualifikation geachtet werden.

23 digitale Anzeigen

Für eine zeitgemäße Busnutzung, die Mobilität der Bürger auch ohne Führerschein und Auto ermöglicht, sollen im kommenden Jahr acht Haltestellen barrierefrei ausgebaut und 23 digitale Anzeigen installiert werden. Außerdem wird die Netzabdeckung für das Internet auf den Prüfstand gestellt, um die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde zu sichern.

Auch die Stromversorgung soll dem neueren Stand der Technik angepasst werden und - statt per Überlandleitung über die Dächer die Haushalte zu versorgen - in den Boden verlegt werden. Begonnen wird damit in Adendorf. Zudem stehen neue Bebauungspläne für Ließem und für Baulücken in Gimmersdorf auf dem Plan. Ebenfalls im Haushalt berücksichtigt ist die weitere touristische Erschließung des Ländchens mit der Eröffnung der Apfelroute. Zum 50-jährigen Geburtstag der Gemeinde Wachtberg ist neben einem besonderen Gemeindekarneval ein Festakt zum Geburtstag am 1. August und ein zweitägiges Bürgerfest am Wochenende danach geplant.

Bürgermeisterin Renate Offergeld (Mitte), der Beigeordnete Swen Christian und Kämmerin Beate Pflaumann stellten die Finanzsituation und Pläne für die kommenden zwei Jahre vor.Foto: CEW

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