Allgemeine Berichte | 17.07.2018

Feuerwehr Kobern-Gondorf erprobte ihre Einsatzmöglichkeiten

Arbeitsunfall und andere Szenarien

Bei diesem Szenario werden Fahrzeuginsassen aus einem PKW befreit.privat

Kobern-Gondorf. Den Einsatztag der Feuerwehr Kobern-Gondorf gibt es nun bereits in seiner dritten Auflage und die Ideen der Übungsplaner sind noch lange nicht aufgebraucht. Insgesamt vier Szenarien wurden vorbereitet. Davon ein Szenario von den Übungsplanern der Feuerwehr Dieblich, die ebenfalls einen eigenen Einsatztag durchführten und gemeinsam einen Übungseinsatz fahren wollten.

Das erste Szenario: Bereits am Morgen schellte der Alarm die Wehrleute in Bewegung. Auf dem Schulhof der Grundschule hatte sich ein Arbeitsunfall ereignet. Ein Staplerfahrer erlitt einen Schwächeanfall und beschädigte mit den Gabeln seines Staplers Metallfässer, in denen eine zunächst unbekannte Flüssigkeit transportiert wurde. Ein zweiter, verletzter Arbeiter lag in der austretenden Flüssigkeit. Der Zugführer versuchte Informationen, über die unbekannte Flüssigkeit zu sammeln. Parallel gab er an die Gruppenführer die Aufträge weiter: Einsatzstelle absichern, Brandschutz sicherstellen, die verletzten Arbeiter aus dem Gefahrenbereich bringen, alle umliegenden Kanaleinläufe abdichten, eine Notdekontaminationsstelle einrichten und die Leckage an den Fässern abdichten. Die Aufgaben konnten zügig von den einzelnen Trupps abgearbeitet werden. Im Anschluss an die Nachbesprechung ging es zurück zur Wache.

Das zweite Szenario spielte sich auf dem Parkplatz vor dem ehemaligen Norma-Gebäude ab. Ein Vater wollte mit seinen Kindern die Straße überqueren. Dabei wurden sie vom Fahrer eines herannahenden PKW zu spät bemerkt. Er verriss das Lenkrad, streifte die Familie kurz und überschlug sich mit seinem Fahrzeug. Das Auto blieb dabei auf dem Dach liegen. Die eintreffenden Einsatzkräfte fanden zunächst nur das Fahrzeug mit seinen Insassen, sowie einen Handwerker vor, der vor dem Gebäude auf seinen Chef wartete, um in eine neue Baustelle eingewiesen zu werden. Leider war die sprachliche Barriere zwischen dem Handwerker und den Einsatzkräften schuld daran, dass erst mal die Rauchentwicklung im Gebäude unbemerkt blieb. Denn im Nachhinein stellte sich heraus, dass sich ein Arbeiter im Gebäude durch den Verkehrsunfall so sehr erschrocken hatte, dass er vor Schreck die Baustelle in Brand steckte. Die Fahrzeuginsassen konnten mittels hydraulischen Rettungsgeräten befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden. Auch die beiden Arbeiter im Gebäude wurden von den Atemschutztrupps gerettet.

Das dritte Szenario: Nach der Mittagspause alarmierte die Sirene auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses die Wehrleute. Das Einsatzstichwort lautete: Kellerbrand in Dieblich. In einer engen Seitenstraße mitten in Dieblich ereignete sich das Geschehen. Die in diesem Übungseinsatz vereinigten Wehren aus Dieblich und Kobern konnten mit gebündelter Kraft, auch dieses Szenario für die Übungsplaner zufriedenstellend abarbeiten. Hier zeigt es sich, dass es wichtig ist ortsübergreifend und gemeinsam zu üben. Denn besonders tagsüber ist die Zahl der Einsatzkräfte aufgrund der entfernt gelegenen Arbeitsplätze sehr gering, sodass man oft zusammen die Einsatzaufgaben bewältigen muss.

Das vierte Szenario: Der vierte und letzte Einsatz spielte sich auf dem Wasser ab. Ein Frachter mit gefährlicher Ladung trieb manövrierunfähig auf der Mosel, eine Person befand sich im Wasser. Bei diesem Szenario konnte die Bootsbesatzung im Wesentlichen einige Fahrmanöver üben und die Führungskräfte mussten sich gedanklich mit der Ladung des Frachters auseinandersetzen. Es galt die Art der Ladung in Erfahrung zu bringen, die damit verbundenen Gefahren zu erkennen und die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

Eine zufällig anwesende Streife der Wasserschutzpolizei konnte mit einigen Tipps zur Informationsgewinnung weiterhelfen.

Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz. Und auf der Wache wieder angekommen wurden die Fahrzeuge wieder aufgerüstet und parallel der Grill angefeuert. Beim gemeinsamen Grillen mit den Feuerwehrfrauen und Kindern, den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, sowie den Alterskameraden der Ehrenabteilung fand der dritte Einsatztag der Feuerwehr Kobern-Gondorf einen schönen Abschluss.

Bei diesem Szenario werden Fahrzeuginsassen aus einem PKW befreit.Foto: privat

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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