Allgemeine Berichte | 08.05.2024

Neuer Regionalverband „Unteres Mittelrheintal“ von Stadtbild Deutschland e.V. gegründet

Architekturinteressierte geben sich einen festen Organisationsrahmen

Tilo Bergmann, Vorsitzender von Stadtbild Deutschland e.V., und Thomas Napp, Sprecher für den Regionalverband Unteres Mittelrheintal.  Foto: privat

Region. Mitte April fand unter großer Aufmerksamkeit von Architekturinteressierten aus dem Kreis Neuwied eine Gründungsveranstaltung im Gasthaus „Alt Linz“ statt. Hierbei tauschten sich die Teilnehmenden über die aktuellen Bauprojekte der Region und deren architektonische Ausführung aus. Eines der Hauptthemen war hierbei das neu errichtete Alten- und Seniorenheim am Linzer Rheinufer. Hier waren sich alle Anwesenden einig, dass das Gebäude völlig überdimensioniert und in seiner dunkelgrauen Farbauswahl ein Klotz im Linzer Stadtbild ist. Besonders heikel ist hierbei der Standort nahe des Bahnhofs sowie direkt an der Bahn gelegen, sodass Touristen und Vorbeifahrende nun einen äußerst negativen ersten Eindruck von Linz bekommen. Bedauerlicherweise lässt sich an diesem Zustand nichts mehr ändern.

Optimistischer sah man sich jedoch in Bezug auf andere Bauprojekte, die aktuell in der Planung sind und wo es Hoffnung gäbe sich konstruktiv mit der eigenen Expertise sowie Vorschlägen einzubringen.

Ausführlich wurden hierbei die vier geplanten Mietshäuser mit über 30 seniorengerechten Wohnungen auf dem ehemaligen Hotel Palm besprochen. Die geplanten Häuser brechen hierbei mit der stadtbildprägenden Struktur der teils gründerzeitlichen Häuser in den Straßen „In der Au“ sowie dem „Ahrweg“. Die geplanten grauen Klötze beeinträchtigen hierbei das gesamte Stadtbild und befördern die Verwahrlosung von umliegenden historischen Gebäuden. Entsprechende Vorschläge sollen demnächst öffentlich bekannt gemacht werden.

Neben diesem Projekt wurde auch über den Um- bzw. Neubau des Bonner Stadthauses geredet. Hier wurde angeregt die alte Stadtstruktur wieder herzustellen, die unter großem Protest durch den Bau des Stadthauses in den 1970er Jahren zerstört wurde. Konkret bedeutet dies eine untergliederte Reihenbebauung, die sich in klassisch modernem Stil an der vorherigen Altstadtbebauung orientiert. Im Herzen dieses neuen Altstadtviertels könnte ein Naherholungspark für die Bonner Bevölkerung entstehen.

Abschließend stellten die Teilnehmenden in der Diskussion fest, dass es noch viele weitere Bauprojekte in der Region zwischen Bonn und Koblenz gibt, die es konstruktiv und kritisch zu begleiten gilt. Hierzu zählen das ehemalige Rasselsteingelände sowie die Deichkrone in Neuwied, das Neubaugebiet Selhof Süd und viele weitere Projekte. Aus diesem Grund beschlossen die Anwesenden einen Regionalverband „Unteres Mittelrheintal“ von Stadtbild Deutschland e.V. zu gründen. Dieser Regionalverband wurde Anfang Mai nun vom Bundesvorstand mit dem Bundesvorsitzenden Thilo Bergmann bestätigt und nimmt seine Arbeit auf.

Tilo Bergmann, Vorsitzender von Stadtbild Deutschland e.V., und Thomas Napp, Sprecher für den Regionalverband Unteres Mittelrheintal. Foto: privat

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Kommentare
15.05.202413:05 Uhr
elfriede lützler

ja, es ist schon erstaunlich wie der Klotz in Linz in Höhe und Farbe genehmigt werden konnte. Der Architekt teilt mir sogar mit, dass die graue Farbe von der Denkmalpflege NR genehmigt, bzw. abgesprochen wurde. Linz als bunte Stadt am Rhein läßt grüßen.

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