Kasernenerstürmung der Andernacher Karnevalisten
Auch im 19. Jahr leisteten die „Blaukappen“ kaum Gegenwehr
Andernach. Und jährlich grüßt das Murmeltier. Schwerdonnertagmorgen, 7.30 Uhr. Der neue Stadtkommandant Daniel Schwarz-Heintges gab den Befehl zur Erstürmung der Andernacher Krahnenberg-Kaserne. Die närrische Streitmacht der Blauen Funken, der Rot Weißen Husaren, der Stadtsoldaten und der Prinzengarde stürmen mit der Unterstützung der Möhnen „Ewig Jung“, der Gerak und des Festausschusses im Morgengrauen die Kaserne. Im Hintergrund beobachtet das Andernacher Tollitätenpaar das Geschehen. Auch im 19. Jahr der Kasernenerstürmung war die Gegenwehr der anwesenden „Blaukappen“ nur kurz, denn gegen die Schüsse aus der Funkenkanone, die anrollenden Möhnen sowie den Angriffen der Corps waren die Mannen machtlos. Trotz guter Gegenwehr ergaben sich nach kurzem „Gefecht“ die Institutsleiterin Oberfeldarzt PD Dr. Hoffmann sowie der Hauptfeldwebel und Moderator Fadel und schwenkten die weiße Flagge. Gemeinsam wurde im Anschluss mit viel „Küsschen hier, Küsschen da“ gefeiert, die „Entmachtungsurkunde“ an den Stadtkommandanten übergeben. Als Entschädigung für die Niederlage gab es zahlreiche Festausschuss- Prinzen- und Sessionsorden. Nach den Ordensverleihungen schmiedete man noch lange Pläne, wie man im kommenden Jahr die Erstürmung verhindern könnte. Ein wohl, auch weiterhin aussichtsloser Plan. WAM
Das Andernacher Tollitätenpaar durfte bei der Erstürmung nicht fehlen.
Die Blaukappen zeigten kaum Gegenwehr.
Stadtkommandant Daniel Schwarz-Heintges fügt Institutsleiterin Dr. Hoffmann ab.
