Modellflugjugend des MFC Montabaur- Heiligenroth e.V.
Auch in der Corona- Krise aktiv
Heiligenroth. Die Modellflugplätze sind verwaist, das Vereinsleben findet nur noch telefonisch statt und die Jugendarbeit ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Die Kinder und Jugendlichen können nicht zur Schule und viele langweilen sich schon jetzt oder nerven ihre Eltern und Geschwister. Sicherlich müssen wir mit den Einschränkungen, welche die Corona-Pandemie mit sich bringt, noch einige Wochen oder gar Monate leben und unsere Hobbyaktivitäten, wie auch die Nachwuchsförderung stark einschränken. So stellten wir Jugendbetreuer des MFC Montabaur- Heiligenroth e.V. um unseren „Chef“ Armin Roth die Frage: Wie können wir unsere Jugend weiter für den Modellbau begeistern, obwohl Vereinstätig-keiten eigentlich nicht mehr möglich sind? Im Zeitalter von Internet und grenzenloser Vernetzung muss es doch eine Möglichkeit geben, wenn auch nicht mit dem Sender in der Hand auf dem Flugplatz stehend, die Jugend bei der Stange zu halten. Wenn wir schon nicht fliegen dürfen, wie wäre es dann mit einer Einführung in CAD, um zukünftig eigene Modelle konstruieren zu können?
Viele unserer Nachwuchspiloten haben auf ihren PC Programme aus dem Bereich der Fernwartung wie z.B. Anydesk oder Teamviewer. Damit kann sich der Jugendliche von Zuhause aus mit dem Rechner, z.B. unseres Jugendwarts Armin Roth verbinden und schon können beide miteinander kommunizieren. Zunächst befasst sich das Team (es geht nur zu zweit) für etwa eine Stunde mit der Bedienung des entsprechenden CAD-Programms selbst, sowie der Erstellung einfacher CAD-Zeichnungen. Dann designen die Jugendlichen unter Anleitung Aufkleber und Schriftzüge für ihre Flugmodelle oder auch Teile, die dann in einem weiteren Schritt auf der CNC- Fräse von Armin Roth für die Kids gefräst, bzw. ausgeplottet werden. So wurden in kurzer Zeit z.B. schon mehrere Senderpulte für den Graupner Hott Sender MZ 12 Pro angefertigt. In einem zur Zeit laufenden ersten größeren Projekt konstruieren die Jugendlichen zurzeit ein Freiflugmodell a la Lilienthal 31 oder ähnl. Kleiner UHU. Die einzelnen Baugruppen werden wieder gemeinsam am PC erstellt und die Jungs bauen aus den Einzelteilen, die vom Jugendwart gefräst und nach Hause geschickt werden, Tragfläche, Rumpf u.s.w. zu Hause auf ihrem eigenen Bautisch in eigenen Regie selbst.
Abschließend können wir schon heute sagen, dass sich die Jugendlichen mit großem Interesse und Eifer mit dem Thema CAD beschäftigen und wir somit, in der sicherlich schweren Zeit, die Bindung zu unseren Nachwuchspiloten weiter aufrecht erhalten können.
Auf den Modellflugplätzen herrscht zurzeit gähnende Leere.
