Allgemeine Berichte | 25.11.2016

Der Eifelverein Sinzig erwanderte vorderes Wiedtal und Rheinischen Westerwald

Auf Erlebnistour jenseits des Rheins

Rast unweit der Neuerburg. privat

Sinzig. Ein Kloster, eine Burg, spektakuläre Ausblicke, eine tolle Gruppe und herrliche Natur. All das erlebten die dreizehn Wanderinnen und Wanderer des Sinziger Eifelvereins, die sich am frühen Samstagmorgen mit Wanderführer Guido Reckhaus aufmachten, das vordere Wiedtal und einen Teil des Rheinischen Westerwalds zu erleben.

Viel Neues sollte der Tag den gut gelaunten Eifelfreunden bringen. Schon die Fahrt nach Hausen an der Wied war interessant. Mit der Bahn ging es von Linz erst einmal nach Neuwied, und von dort mit dem Überlandbus ins Tal der Wied. Von der Hausener Kreuzkapelle, in der einst die Ordensgründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen als Eremitin gelebt hatte, marschierte die Gruppe steil aufwärts über einen Kreuzweg bis hoch zum Kloster Marienhaus. Ein Rundgang auf dem Klostergelände vorbei am Sankt Antoniushaus und dem Klostergarten gewährte der kleinen Schar informative Einblicke in die Anlage. Das Kloster ist die Zentrale der Marienhaus-Stiftung, von der Krankenhäuser und soziale Einrichtungen in mehreren Bundesländern unterhalten werden. Nun wanderten die Eifelfreunde auf dem Wiedweg über Glockscheid zu einem Aussichtspunkt, wo man einen eindrucksvollen Fernblick auf die Neuerburg und das Fockenbachtal hatte. Hier oben war auch eine kurze Frühstückspause willkommen. Vom Clausberg führte der Weg in Serpentinen abwärts nach Niederbreitbach, wo die Wied überquert wurde. Mit Blick auf die Burg Neuerburg trug der Wanderführer ein stimmungsvolles Gedicht der Wiedischen Prinzessin Elisabeth, der späteren Königin von Rumänien, vor. Besser bekannt ist sie unter dem Pseudonym Carmen Sylva. Hier eine Zeile daraus: „Es geht durch die Buchen ein Singen, durch den murmelnden Wiedbach ein Klingen…“ An einem Campingplatz vorbei, erreichte man nach einer Weile die Mündung des Baches Burghardsseifen in die Wied. Hier begann jetzt der Aufstieg zum Malberg, der über 360 Meter hoch aufragt. In schneereicheren Zeiten wurde dort ein Skilift betrieben. Eine Skihütte mit Gastronomie erinnert daran, dort kehrten die Wanderfreunde zur Mittagsrast ein. Vom Malberg hat man einen wunderbaren Blick ins Tal der Wied, auf Waldbreitbach und weit über die Hügel und Berge bis tief in den Westerwald hinein. Nach der Rast schaute man sich den Malbergsee an, dann vorbei am kleinen Ort Hähnen auf dem Höhenweg bis zur mächtigen Kaisereiche, dann lag das kleine Waldheiligtum Gebildeichshäuschen am Weg und schließlich eine Museums-Köhlerhütte, wo noch ab und zu ein Kohlenmeiler entzündet wird. Vom rekonstruierten Römerturm am Limesweg hatten die Tourengänger eine herrliche Aussicht auf das Rheintal und die fernen Eifelberge jenseits der Rheins. Der Abstieg nach Arienheller führte über Wiesen und durch Wälder. Am Bahnhof kam gleich ein Zug, der die Gruppe nach Linz brachte, wo sie sich nach mehr als 20 Kilometern Fußwanderung noch mit Kaffee und Kuchen stärkte. Auch erfahrene Wanderer, die schon viel gesehen haben, waren begeistert von dieser interessanten, abwechslungsreichen Tour, die lange in Erinnerung bleiben wird.

Rast unweit der Neuerburg. Foto: privat

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