Vulkanpark-Wandermarathon der Wehrer Watzmänner
Auf Traumpfaden die Region erkundet
Wehr. Anlässlich der Marathonwanderung des Wanderjahres 2018 streiften die Wehrer Watzmänner auf den Spuren des Vulkanismus bei hochsommerlichen Temperaturen durch den Vulkanpark Brohltal-Laacher See. Der Greffelcheswatzmann Konrad Friedgen hatte die Route zusammengestellt und Teilabschnitte von vier Traumpfaden und zwei Georouten in die Streckenführung mit eingebunden. So startete man im ersten Büchsenlicht im barocken Pfarrgarten von Wehr, wanderte über den Hohen Osterberg an Stumpig Kreuz vorbei und gelangte mit dem Riedener Waldseepfad zum Aussichtsturm auf dem Gänsehals. Die Aussichtsplattform wurde bestiegen, um die herrlichen Weitsichten über die Osteifel eine Weile zu genießen.
Hinter der Gänsehalshütte traf man dann auf den Traumpfad Vier-Berge-Tour, dem die fünfköpfige Gruppe durch die Tuffsteinabbaugebiete Schweinsgraben und Rauhbuur bis zum Erlenbrunnen bei Obermendig folgten. Nachdem man den Getränkevorrat mit frischem Mineralwasser ergänzt hatte, durchwanderten die Bergkameraden mit dem Osteifelwanderweg des Eifelvereins die Ortschaft Bell und gelangten auf asphaltiertem Grund, vorbei am ehemaligen Naturkundemuseum, nach Maria Laach. Mit dem Uferweg ging es eben hinüber zur Jägerspitze. Hier trafen die Marathonwanderer auf den Pellenzer Seepfad, der eine Weile am Seeufer entlang läuft und dann rechts schwenkend und überaus steil und windungsreich zur Keller Höhe hinauf steigt. Traumhafte Fernsichten über das Brohltal hinweg bis zum Siebengebirge entschädigten die Watzmänner für den schweißtreibenden Anstieg. In einer scharfen Linkskurve verließen die Wanderer auch diesen Traumpfad. Jetzt folgte man sanft bergab der Beschilderung des Rhein-Maas-Weges. Anfangs durch Wald, dann über die freie Feldflur führte die Route am Wernershof vorbei ins Pöntertal hinein, das am Krayer Hof erreicht wurde. Mit dem vierten Traumpfad, dem Höhlen- und Schluchtensteig, passierte die Gruppe die Pöntermühle und stieg dann über Serpentinenpfade zu den Brohltalhöhen hinauf. Vom Schweppenburgblick und vom Panoramafelsen „Schöne Aussicht“ genoss man die Ausblicke ins untere und obere Brohltal, bevor die Route mit dem Hermann-Löns-Pfad ins Brohltal abfiel. Nach einer Einkehr im Landgasthof Jägerheim unterschritten die Bergkameraden das mächtige Viadukt der Brohltaleisenbahn und durchwanderten im Anschluss daran die überaus sehenswerten und begehbaren Trasshöhlen im unteren Brohltal. Die Geopfadroute-U-Trasshöhlenweg lief dann am Brohlbach entlang und durch die Brohltalaue Ost nach Burgbrohl hinein.
Die letzten Kraftreserven wurden mobilisiert, als es ein letztes Mal bergauf am Schloss Burgbrohl vorbei nach Buchholz ging. In der gleißenden Nachmittagssonne ließen die Marathonwanderer die Raststätte Brohltal Ost hinter sich und gelangten mit dem Wehrer Kesselweg über den Gielenberg nach 43 Wanderkilometern und einer reinen Wanderzeit von 9,55 Stunden zurück nach Wehr. Satte 900 Höhenmeter im Auf- und Abstieg wurden dabei bewältigt. So hielt man im Zielort wohlverdiente Einkehr im Gasthaus „Zur Mühle“ und ließ nach diesem bestandenen Härtetest ein gut gekühltes Weizenbier durch die durstigen Kehlen rinnen.
