Stadtarchivarinnen aus Fredericksburg und Montabaur trafen sich
Auf den Spuren der Auswanderer
Montabaur. Evelyn Weinheimer aus dem texanischen Fredericksburg, der Partnerstadt der Verbandsgemeinde Montabaur, hatte sich bei der Leiterin des Stadtarchives, Dr. Regina Fiebich zu einem Gespräch angesagt. Sie kam in Begleitung von Barbara Ortwein (Winterberg) und Alice Vickers (Fort Worth/Texas) dorthin.
Evelyn Weinheimer ist seit mehreren Jahren Leiterin des Stadtarchives in Fredericksburg, das im Pionier-Museum untergebracht ist. Ihr besonderes Anliegen war, Unterlagen über den Auswanderer Johann Leyendecker aus Niederelbert nach Texas im vorletzten Jahrhundert zu finden. Bei Dr. Regina Fiebich lagen hierzu schon Dokumente bereit, die Evelyn Weinheimer mit Interesse einsehen konnte. Schnell ließ sich auch ein Kontakt zur DTG herstellen und Inge Wick (Niederelbert) lud die Damen, die ihr Quartier in Braunfels (der Partnerstadt von New Braunfels in Texas) bezogen hatten, spontan zu einem Besuch ein. Alice Vickers geborene Zimmermann suchte bei dieser Deutschland-Tournee ebenfalls Unterlagen ihrer Familie, die jedoch im norddeutschen Raum beheimatet war. Bei der Tourist-Information konnte Karin Maas das „Damentrio“ begrüßen und sie mit den neuesten Prospekten von Montabaur und dem Westerwald für ihre weitere Familienforschung eindecken.
Bei ihrer Fahrt am nächsten Tag von Braunfels nach Hannover konnten Gerhard Wick, Vorsitzender der DEG, und seine Frau Inge den Gast aus Fredericksburg und ihre Begleiterinnen kurz empfangen. Hier tat sich für Evelyn Weinheimer noch eine „Schatztruhe“ auf, die sie in Deutschland so nicht vermutet hätte, denn Inge Wick hat über zwei Jahrzehnte Unterlagen, Briefe, Aufzeichnungen und Dokumente von Johann Leyendecker, der aus Niederelbert stammte, sowie zur Gründungsgeschichte von Fredericksburg gesammelt.
Barbara Ortwein überreichte der Deutsch-Texanischen Gesellschaft ihre beiden historischen Romane über die Auswanderung der Deutschen nach Texas, die im Wiesenburg Verlag (Schweinfurt) erschienen und im Buchhandel erhältlich sind: „Zwischen den Welten und nie mehr zurück“ sowie „Mitten in Texas und doch nicht am Ziel“. Das erste, 356 Seiten umfassende Buch, das bereits in der dritten Auflage erschienen ist, widmete Barbara Ortwein Alice und William Vickers und deren Kindern Michael, Scott und Lesley. In ihrem Vorwort vergleicht sie die Situation der damaligen deutschen Auswanderer mit denen der heutigen Emigranten.
Ihr zweites, ebenso starkes Buch ist Evelyn Weinheimer gewidmet und umfasst die Zeitspanne von 1847 bis 1865, bei der sie auch die Gründungsgeschichte von Fredericksburg beleuchtet.
Barbara Ortweins erster Roman.
Ein weiterer Roman.
