Allgemeine Berichte | 03.07.2018

Katholische Frauengemeinschaft "St. Luzia" Löf

Auf den Spuren der Heimatfilme

Die Gruppe vor dem "Heimathaus an de Brick" in Gehlweiler. privat

Löf. Einen Blick hinter die Kulissen eines der ungewöhnlichsten Filmprojekte der heutigen Zeit „Die andere Heimat“ durften 37 Frauen der kfd Löf bei ihrem Halbtagesausflug werfen und dabei den Hunsrück von seiner schönsten Seite kennen lernen. Hier hat der aus Morbach stammende Regisseur Edgar Reitz seine Geschichten geschrieben und sich von Menschen inspirieren lassen. Eine echte Kennerin der Szene, die von der ersten Stunde der Dreharbeiten dabei und für das gesamte Casting der Heimatfilme verantwortlich war, Helma Hammen, begleitete die Gruppe an dem Nachmittag. Bereits im Hunsrückmuseum hat die echte Schlierschiederin die Frauen mit ihrem angenehmen Hunsrückdialekt und ihren anschaulichen sach- und fachkundigen Ausführungen zu den Filmen begeistert. Ihr war damals von Edgar Reitz die Verantwortung übertragen worden, Darsteller aus der Region zu suchen und auch die gesamte Komparserie für den Film zu gewinnen und zu betreuen.

Nach der Kaffeepause im Hunsrückdorf Gemünden war „frau“ dann wieder bereit, um den Ausführungen über die Dreharbeiten „Die andere Heimat“ im Jahre 2012 in Gehlweiler (Schabbach) zu lauschen. Der Film „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“ thematisiert die damalige Auswanderung im 19. Jahrhundert aus dem Hunsrück nach Brasilien. Die Umgestaltung des Ortes Gehlweiler in die Zeit um 1848, mit Anpassung der Straßen und Häuser und auch der Darsteller, war eine große Herausforderung. Filmkulissen katapultierten den Hauptdrehort zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts. In einer großen Auswanderungswelle haben damals nach Missernten und Hungersnöten hunderttausende Menschen Deutschland verlassen. Darunter waren viele Hunsrücker, die in Brasilien eine neue Heimat suchten und heute noch ihren Hunsrücker Dialekt und Bräuche pflegen und auch noch Hunsrücker Streuselkuchen backen. Heimat ist nämlich mehr als ein Gefühl …, lautete dann auch der Eintrag ins Gästebuch im „Heimat Haus an de Brick“, mit dem die Frauen sich für den wunderschönen Tag im Hunsrück bedankten. Als Überraschung gaben das Ehepaar Helma und Ernst Hammen noch ein kleines Ständchen im Bus, und mit einem „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ wurde die Gruppe verabschiedet. Die abschließende Einkehr im Restaurant „Altes Stadttor“ in Kastellaun rundete den Tag der Erlebnisse im Hunsrück ab. Dieser Tag „Schabbach entdecken, erkunden und erleben“ war rundum gelungen. Mit dem Bewusstsein, wie schön doch die Heimat ist, wurde auf der Heimfahrt das Lied: „Kein schöner Land"…. angestimmt, mit dem dankbaren Gefühl, auch beheimatet zu sein in der Frauengemeinschaft Löf.

Die Gruppe vor dem "Heimathaus an de Brick" in Gehlweiler. Foto: privat

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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