Jahrgangstufe 12 der IGS Maifeld auf Exkursion nach Verdun
Auf den Spuren des 1. Weltkrieges
Polch. Am 5. Juli 2022 trafen sich 43 Schüler*innen der Klassenstufe 12 sowie fünf betreuende Lehrkräfte, Frau Rothbrust, Frau Krenkel, Frau Harst, Frau Ferrand und Herr Strotzer, der IGS Maifeld schon vor 6 Uhr morgens an der Schule, um mit dem Bus nach ‚Verdun‘ (Frankreich) aufzubrechen. Nach anfänglichem Stau kamen alle mittags um 11.30 Uhr mit etwas Verspätung in der Citadelle von Verdun an. Es erwartete sie eine Führung mit vielen Überraschungen. In der eigentlichen Citadelle, die im späten 19. Jahrhundert errichtet wurde, herrschte eine Temperatur von sieben Grad Celsius, also ein starker Kontrast zu den 30 Grad außerhalb. In Gruppen zu je vier Personen wurden alle in ‚Loren‘ gepackt und bekamen elektronische Brillen aufgesetzt. Die anschließende Fahrt begann bei starker Finsternis und führte durch die alten Gänge der Citadelle, begleitet wurde diese von Bildern und passenden Erläuterungen, übermittelt durch die Brillen. Auf diese Art und Weise konnten die Schüler in die Erlebnisse der Soldaten von damals eintauchen und nachvollziehen, wie sie sich fühlten, und wofür sie welche Räume der Citadelle damals nutzten.
Nach einer Pause zum Essen und Trinken besuchten die das ‚Memorial‘ von Verdun. Dieses Museum ermöglichte es, die wahren Begebenheiten der Schlachten des Ersten Weltkrieges nachzuvollziehen. Der Boden war den damaligen realen Bedingungen, z. B. mit Schlamm, nachgeahmt. Informationen wurden nicht nur durch Text übermittelt, sondern Gegenstände durften teilweise angefasst und beurteilt werden.
Nach dem Aufenthalt im Museum besichtigten alle im Anschluss das ‚Fleury devant Douamant‘. Hier sind über 16.000 Soldaten begraben. Der Anblick dieser vielen Kreuze, Namen und Nummern erweckte Gänsehaut bei Schülern und Lehrern und machte sehr nachdenklich, denn hinter jedem Grab steckt eine Familie, dessen Vater/Mann/Bruder oder Sohn nie nach Hause kam. Zu guter Letzt trieb es die Schüler*innen in das ‚Fort Douamont‘. Bereits bei Ankunft erkannte man, dass hier ein Schauplatz des 1. Weltkrieges liegt. Zu erkennen waren Einschusslöcher, der Eingang zum Bunker und alte Schützengräben. Allen wurde bewusst: An genau dieser Stelle fieberten Soldaten vor rund 100 Jahren um ihr Leben; hungrig, durstig und vom Dreck besudelt. Gegen 17 Uhr trat man müde und erschöpft von dem ereignisreichen Tag die Heimreise an, dank der lieben Busfahrer holten sich alle zum krönenden Abschluss noch eine Stärkung für den Abend - mit einem Abstecher zu McDonalds. Um 21.30 Uhr erreichte man das Städtchen ‚Polch‘ und alle fielen danach sicher alle müde und zufrieden ins Bett.
Die Schüler*innen sind sich einig: Es war ein interessanter und lehrreicher Ausflug, der Geschichte hautnah erlebbar machte.
