Allgemeine Berichte | 24.07.2023

Neuntklässler der Realschule plus und Fachoberschule Mendig unternehmen Studienfahrt nach Verdun

Auf den Spuren des Ersten Weltkrieges

Die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Reise nach Verdun.  Foto: privat

Mendig. 47 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassenstufe der Realschule plus und FOS Mendig machten sich, begleitet von vier Lehrerinnen und Lehrern, zu einer Studienfahrt in die französische Kleinstadt Verdun auf. Finanziell gefördert wurde die Fahrt vom Förderkreis der Realschule plus und FOS Mendig sowie der Stiftung „Für unsere Jugend“ der Kreissparkasse Mayen.

In der Schlacht um die lothringische Stadt Verdun ließen während des Ersten Weltkriegs etwa 320.000 deutsche und französische Soldaten ihr Leben, über 380.000 wurden zum Teil schwer verwundet und verstümmelt. Verdun, einst Symbol der Sinnlosigkeit von Krieg, gilt heute als Ort der Versöhnung und des Friedens und mahnt die Besucher, sich vehement für den Erhalt des Friedens in Europa und der Welt einzusetzen. In Verdun erwartete der Fremdenführer Pierre Lenhard die Gruppe aus Mendig, um sie im Laufe des Tages an verschiedene Orte der Schlacht zu führen. Zunächst stand die Besichtigung des „Memorial de Verdun“ auf der Tagesordnung. Dieses multimedial angelegte Museum vermittelt mit seinen Exponaten einen nachhaltigen Eindruck der Schlacht von Verdun. Die Jugendlichen zeigten sich insbesondere von den Virtual-Reality-Headsets, die die Veränderung der Landschaft um Verdun seit dem Beginn des Ersten Weltkriegs darstellen, dem mit einem speziellen Kunststoff nachgebildeten und begehbaren Boden des morastigen Schlachtfeldes sowie den vielen Zitaten aus Feldpostbriefen beeindruckt.

Nächster Anlaufpunkt war das Fort Douaumont. Bei der Führung durch die unterirdischen Gänge und Räume konnten die Schüler zumindest ansatzweise einen Eindruck von der Situation dort bekommen: Es war kalt, feucht und eng. Insbesondere der „Deutsche Friedhof“, eine nachträglich gezogene Wand, hinter der 679 Tote liegen, die bei einer Explosion des Granatendepots am 8. Mai 1916 ums Leben gekommen waren, berührte viele Jugendliche.

Emotionaler Höhepunkt der Studienfahrt war der Besuch des Beinhauses von Douaumont. An diesem Ort wird der Mensch selbst zum Denkmal, denn man läuft hier permanent über Boden, unter dem die Überreste von etwa 130.000 nicht identifizierbaren Toten liegen. Vor dem Beinhaus befindet sich ein riesiger Soldatenfriedhof mit etwa 15.000 weißen Kreuzen.

Nach einem kurzen Halt im vollkommen zerstörten Dorf Fleury, welches wie acht weitere Dörfer, die sich auf dem Schlachtfeld befanden, nie mehr aufgebaut wurde, begab sich die Gruppe mit vielen berührenden Eindrücken, die das Grauen des Krieges zwar nicht nachvollziehbar, aber dennoch greifbarer machen, wieder auf den Heimweg nach Mendig.

Pressemitteilung

Realschule plus und

Fachoberschule Mendig

Die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Reise nach Verdun. Foto: privat

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