Allgemeine Berichte | 02.03.2016

Daufenbacher DorfStammtisch „55plus“

Auf den Spuren der Koblenzer Römer-Brücke

Seniorenstammtisch startete mit interessantem Vortrag ins Jubiläumsjahr

Daufenbach. Zehn Jahre Daufenbacher DorfStammtisch „55plus“. Die Freunde des Stammtisches starteten in ihr Jubiläumsjahr 2016 mit einem kleinen Sektempfang. Nach dem wiederum abwechslungsreichen Jahr 2015 galt es neue Aktivitäten zu planen. So ist es den Senioren gelungen im Rahmen der beliebten Themenabende bereits für den Februar-Stammtisch Dr. Burghart Schmidt als Referenten zu gewinnen.

Dr. Schmidt war langjähriger Leiter des Forschungslabors am Institut für Ur-und Frühgeschichte der Uni-Köln. Er referierte zu dem Thema: Ein archäologisches Rätsel ist gelöst – „Entdeckungen auf dem Rheingrund am Deutschen Eck“.

So erfuhren die Senioren, dass alles im Jahre 1979 mit einer Fehldatierung eines einzelnen Eichenpfahles von einem Brückenpfeiler aus dem Rheingrund am Deutschen Eck begann. Das Labor datierte damals den Pfahl auf circa 55 v. Chr. Nach historischen Quellen wurde Caesars Brückenschlag jedoch in der Nähe von Weißenthurm vermutet. Daher kamen seitens der Archäologie Zweifel auf. Eine erneute Untersuchung des Rheingrundes wurde geplant.

Dr. Schmidt berichtete dann weiter wie die 1980 begonnenen neuen Nachforschungen auf dem Rheingrund bei Koblenz überraschende Ergebnisse brachten. Es konnten Reste von Eichenpfählen geborgen werden, die Teile der Brückenkonstruktion waren. Bei insgesamt 51, mithilfe eines Tauchschiffes, gezogenen Holzpfähle konnten die Jahresringe noch gut sichtbar gemacht werden.

Es wurde erläutert, mit welchen Methoden heute in einem speziellen Forschungslabor Jahresringe archäologischer Holzfunde aufs Jahr genau datiert werden können. So war es den Experten möglich, das Jahr 49 n. Chr. eindeutig als Fällungsjahr der Eichenbäume und Baubeginn der Brücke festzulegen. Das Rätsel der Römerbrücke bei Koblenz war damit im Grundsatz gelöst.

Die Zuhörer erfuhren aber noch von einem weiteren Rätsel. Vor dem Ziehen wurden die Pfähle sehr genau in ihrer Position vermessen. Hierbei zeigte sich, dass die Abstände zwischen den Pfählen mit 1,80 Meter relativ genau eingehalten wurden. Wie war es möglich die ca. 1,5 Tonnen schweren und 10 bis 15 Meter langen Stämme bei einer Wassertiefe von 4 bis 5 Meter und entsprechendem Wasserdruck so zu positionieren?

Dr. Schmidt präsentierte auch hierzu eine wissenschaftlich fundierte Antwort. Durch jüngste dendroklimatologische Untersuchungen konnte das Jahr 49 n. Chr. als Jahrhundertsommer identifiziert werden. In Erinnerung könnte noch dem einen oder anderen der Jahrhundertsommer des Jahres 2003 sein, als der Rhein nur noch eine Wassertiefe von 90 Zentimeter hatte. Nach Aussage des Referenten nutzten die Römer offensichtlich eine ähnlich geringe Wassertiefe, um die Brückenpfähle einzurammen.

Für diesen spannenden und äußerst informativen Vortrag bedankte sich der Stammtisch mit einem kleinen Weinpräsent.

Weitere Termine

Freitag, 20. Mai Frühjahrsausfahrt mit Besichtigung des Werkes Rasselstein der ThyssenKrupp AG in Andernach mit anschließendem gemütlichem Abendessen in der Lavaregion. Abfahrt: 13.15 Uhr am Parkplatz Landhaus Haag.

Freitag, 10. Juni Ermittlung des Stammtisch-Schützenkönigs auf der KK-Schießanlage des SV Döttesfeld.

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