Allgemeine Berichte | 14.06.2022

Rudergesellschaft Remagen von 1922 feierte 100-jähriges Vereinsjubiläum

Auf eine gute Ausbildung wird großer Wert gelegt

Fokus liegt heute auf dem Breitensport

In und rund im ihr Clubhaus feierte die Rudergesellschaft Remagen von 1922 ihr 100-jähriges Jubiläum, von links Thorsten Zug (2. Vorsitzender), Günter Brüning (Ruderwart), Hermann-Josef Knopp (1. Vorsitzender), Bürgermeister Björn Ingendahl, Fritz Langenhorst (Sportbund Rheinland), Gaby Bockshecker (seit 48 Jahren Kassiererin des Vereins) und Lutz Itschert (Vorsitzender Ruderverband Rheinland).  Foto: DU

Remagen.Als einziger linksrheinischer Ruderverein zwischen Andernach und Bad Godesberg hat die „Rudergesellschaft Remagen von 1922“ schon ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. Hinzu kommt, dass die derzeit gut 45 Mitglieder ihren Sport auf der „Hausstrecke“ zwischen Rheinfähre und Bootshaus in einem der wohl schönsten Ruderreviere Deutschlands betreiben können. Überhaupt sind die Remagener Ruderer der einzige Ruderclub im Kreis Ahrweiler. Kürzlich beging der Traditionsverein mit rund 50 geladenen Gästen sein 100-jähriges Jubiläum. Gefeiert wurde am an gleicher Stelle schon seit 1929 existierenden Clubhaus des Vereins. Bei den Kämpfen um die Brücke von Remagen im zweiten Weltkrieg samt Booten vollständig zerstört, bauten die Mitglieder das Anwesen Anfang der 1950er Jahre zunächst provisorisch wieder auf. 1978 folgte dann der heutige Ausbau auf dem Grundriss des Ur-Gebäudes mit zusätzlicher Erweiterung. Erst 1949, vier Jahre nach dem Krieg, konnte der aktive Ruderbetrieb wieder aufgenommen werden.

Mit den Tücken des Rheins vertraut machen

Und aktiv sein kann bei der Remagener Rudergesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes jede und jeder, wurde hier doch schon Mitte der 1920er Jahre das Damenrudern eingeführt. Im Verein werden die Ruderer zudem umsonst ausgebildet und mit den Tücken des Rheins und dessen Strömungen ebenso vertraut gemacht. Das gilt auch für alle Aspekte rund um das Boot und dessen Beherrschung. Das alles ist sicherlich ein Grund dafür, dass die Mitglieder dem Verein praktisch immer über viele Jahre hinweg treu bleiben. „Wir legen großen Wert auf eine gute Ausbildung, denn es ist ja auch ein gewisser Risikosport. Der Ruderer ist unmittelbar mit der Schifffahrt konfrontiert. Man muss sich das so vorstellen, als wäre man mit dem Fahrrad auf der Autobahn unterwegs. Deshalb benötigt man entsprechende Kenntnisse“, so der erste Vorsitzende Hermann-Josef Knopp.

Gratulationen zum Jubiläum

Früher nahmen die Remagener Ruderinnen und Ruderer regelmäßig an Wettkämpfen und Regatten teil, doch in den letzten Jahren widmet man sich mehr dem Breitensport – auch in Form von regelmäßigen Wanderfahrten. Gegründet wurde die Rudergesellschaft Remagen am 13. April 1922 mit 36 Gründungsmitgliedern. Es folgten bewegte Jahre mit Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau hin zu einem heute rundum gesunden Verein, der auch seiner sozialen Verantwortung mit regelmäßigen Aktionen gerecht wird. Zur Jubiläumsfeier gratulierten unter anderem der Kreisbeigeordnete Friedhelm Münch, Bürgermeister Björn Ingendahl, Fritz Langenhorst für den Sportbund Rheinland und Lutz Itschert vom Ruderverband Rheinland. Bei einem gemeinsamen Essen samt geselligem Beisammensein erlebte die Jubiläumsfeier einen harmonischen Ausklang.

In und rund im ihr Clubhaus feierte die Rudergesellschaft Remagen von 1922 ihr 100-jähriges Jubiläum, von links Thorsten Zug (2. Vorsitzender), Günter Brüning (Ruderwart), Hermann-Josef Knopp (1. Vorsitzender), Bürgermeister Björn Ingendahl, Fritz Langenhorst (Sportbund Rheinland), Gaby Bockshecker (seit 48 Jahren Kassiererin des Vereins) und Lutz Itschert (Vorsitzender Ruderverband Rheinland). Foto: DU

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