Allgemeine Berichte | 06.08.2025

Zentrales Instrument der Dorferneuerung bindet Bevölkerung in die Gestaltung der eigenen Gemeinde ein

Auftakt für Dorferneuerungsprogramm in Oberraden

Läuteten das Dorferneuerungsprogramm in Oberraden ein (v.l.n.r.) Diethelm Stein, Bauamtsleiter der Verbandsgemeindeverwaltung Rengsdorf-Waldbreitbach, weitere Vertreter der Ortsgemeinde Oberraden, Achim Braasch; Bürgermeister der Ortsgemeinde Oberraden, Philipp Rasbach, Erster Kreisbeigeordneter, Kreisverwaltung Neuwied, Margit Rödder-Rasbach, Dorferneuerungsbeauftragte des Landkreises Neuwied und Reinhardt Paulus, Dorferneuerungsbeauftragter der ADD Trier.Foto: Lilian Warnke / Kreisverwaltung Neuwied

Kreis Neuwied. Als sichtbares Zeichen des Auftakts des Dorferneuerungsprogramms in Oberraden überbrachte der 1. Kreisbeigeordnete Philipp Rasbach kürzlich Ortsbürgermeister Achim Braasch den offiziellen Bewilligungsbescheid für die bevorstehende Dorfmoderation.

Die Dorfmoderation ist ein zentrales Instrument der Dorferneuerung, das Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung der eigenen Gemeinde einbindet. Ziel ist es, gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln, Bedürfnisse zu erkennen und Lösungen für ein lebenswerteres Dorf zu erarbeiten. Die Landesregierung fördert solche Vorhaben von Dorferneuerungsgemeinden mit bis zu 90 Prozent der Kosten, maximal jedoch mit 15.000 Euro.

Die Dorferneuerung bietet Gemeinden vielfältige Chancen, um ihre Zukunft, sowohl im baulichen als auch im gesellschaftlichen Bereich aktiv zu gestalten. Im Zentrum steht dabei stets die aktive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Der Prozess beginnt mit einer sogenannten Dorfmoderation: In moderierten Workshops und Gesprächsrunden analysieren die Bewohner gemeinsam mit Fachleuten die Situation vor Ort, entwickeln Visionen für ihr Dorf und sammeln konkrete Projektideen. Die Ergebnisse fließen in ein Dorferneuerungskonzept ein.

Die Dorferneuerung bringt als kommunale Förderung zahlreiche Vorteile mit sich. Sie hilft dabei, dem demografischen Wandel zu begegnen, junge Familien im Ort zu binden, neue Impulse für das kulturelle Leben zu setzen und das Bewusstsein für regionale Identität zu stärken. Sie verbindet Tradition mit Innovation und macht das Dorf fit für die Zukunft. Die neue VV-Dorf eröffnet den Gemeinden zusätzliche Möglichkeiten, flexibel und bürgernah Projekte umzusetzen.

„Die Übergabe des Bescheides ist ein symbolischer Auftakt für einen weiteren Schritt in der Entwicklung Oberradens“ betonte Planungsdezernent Philipp Rasbach.

Oberraden blickt bereits auf eine beeindruckende Bilanz erfolgreicher Projekte im Rahmen der Dorferneuerung zurück. Dass die Ortsgemeinde dabei kein Neuling in Sachen Dorfmoderation ist, zeigt die bereits vor vielen Jahren durchgeführte erste Moderation, ein Fundament, auf dem nun weiter aufgebaut werden soll.

Mit dem überreichten Förderbescheid ist der Startschuss gefallen und nun liegt es in den Händen der Gemeinde und Bürger, aus dieser Chance ein nachhaltiges und lebensnahes Konzept für ihr Dorf zu entwickeln. Die Voraussetzungen dafür sind bestens. „Der Wille, Oberraden weiterzuentwickeln, ist deutlich spürbar“, unterstreicht Rasbach.

Die Dorfmoderation ist damit weit mehr als ein planerisches Verfahren; sie ist Ausdruck einer lebendigen Dorfgemeinschaft und eines starken Miteinanders. Oberraden geht nun mit gutem Beispiel voran.

Pressemitteilung Kreisverwaltung Neuwied

Läuteten das Dorferneuerungsprogramm in Oberraden ein (v.l.n.r.) Diethelm Stein, Bauamtsleiter der Verbandsgemeindeverwaltung Rengsdorf-Waldbreitbach, weitere Vertreter der Ortsgemeinde Oberraden, Achim Braasch; Bürgermeister der Ortsgemeinde Oberraden, Philipp Rasbach, Erster Kreisbeigeordneter, Kreisverwaltung Neuwied, Margit Rödder-Rasbach, Dorferneuerungsbeauftragte des Landkreises Neuwied und Reinhardt Paulus, Dorferneuerungsbeauftragter der ADD Trier. Foto: Lilian Warnke / Kreisverwaltung Neuwied

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