Richard und Carla Heymann erstmals in der alten Heimat ihrer Vorfahren
Aus Johannesburg nach Ahrweiler und Dernau
Ahrweiler. Nach ungezählten vergeblichen Versuchen Heymann-Nachkommen in Johannesburg, Süd Afrika, zu lokalisieren, war es vor einem Jahr dann doch noch gelungen. Im Internet war er mal wieder auf den Namen Heymann in Johannesburg gestoßen und hat eine Email-Adresse ausfindig machen können.
Diesmal war es die richtige Heymann Familie, die Matthias Bertram aus Ahrweiler dort seit einigen Jahren gesucht hatte. Ein Jahr später saßen Richard und Carla Heymann im Wohnzimmer der Familie Bertram in der St. Peter Str. Ahrweiler. Ihr Großvater Hermann, geboren 1882 in Ahrweiler, war bereits kurz nach Beginn des 1. Weltkriegs, gefallen. So zog die Großmutter Alma geb. Benedikt mit ihrem kleinen zweijährigen Sohn Max, zurück nach Boppard, ihrem Geburtsort. Max, Richards Vater, machte sein Abitur und wollte in Berlin studieren. Dies wurde ihm von den Nazis verwehrt, da er als Jude die falsche Religion hatte. So verließ er Deutschland in den Dreißigerjahren und zog nach Süd Afrika. Zunächst arbeitete er als Buchhalter, später –bei Beginn des 2. Weltkrieges-, schloss er sich der Royal Air Force an.
Max Heymann starb im Jahr 1986 und danach waren im Laufe der Zeit die Kontakte zu den vielen anderen Heymanns in Australien, Argentinien und Israel verloren gegangen. Erst durch den Kontakt zu Matthias Bertram und dessen Dokumentation zur jüdischen Geschichte in Ahrweiler und Dernau war Richard Heymann wieder in der Lage diese Kontakte aufzunehmen. Im Rahmen einer Reise zu diesen Verwandten in Israel, zum Freund seines Vaters in Boppard, Dieter Schneeberger, kam er nun erstmals in Ahrtal, wo die Heymanns als große Familie in Dernau, Ahrweiler, Neuenahr, Siegburg, Bonn und Köln über Jahrhunderte gelebt hatten. Die Besichtigung des alten Familienhauses aus dem 17. Jahrhundert in Dernau in der Teichgasse, welches gleichzeitig als Synagoge/Bethaus und Schulhaus gedient hatte, war ebenso ein emotionaler Höhepunkt, wie der Besuch der Synagoge in Ahrweiler und der Friedhöfe in Dernau und Ahrweiler. Vorfahre Friedrich Wilhelm Heymann hatte 1893 als Vorsteher der jüdischen Gemeinde die Synagoge auf dem ehemaligen Gartengrundstück seines Bruders Leopold in der Altenbaustraße errichten lassen.
Richard und Carla Heymann waren so voller Eindrücke von der zum ersten Mal gehörten Familiengeschichte, dass sie versprachen nächste Jahr mit ihren Kindern wieder zu kommen, um noch intensiver in diese Geschichte einzutauchen und die Landschaft des Ahrtals kennenzulernen.
Richard und Carla vor der Synagoge.Fotos: privat
RegioMAGAZIN
Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.
- 30 Tage gratis
- Neue Ausgabe jeden Tag
- Für unterwegs gemacht
Leiche des 24-Jährigen in Niedersachsen entdeckt
11.08.: Trauriges Ende einer Suche: Vermisster aus Eitorf tot aufgefunden
Eitorf. Am 2. August wurde um Unterstützung bei der Suche nach einem vermissten 24-jährigen Mann aus Eitorf gebeten. Inzwischen wurde sein Leichnam in Niedersachsen entdeckt und eindeutig identifiziert. Derzeit liegen keine Hinweise auf ein Verbrechen vor.
Weiterlesen
Der Brandmeister starb unerwartet im Alter von 57 Jahren
Sinziger Feuerwehr trauert um Gregor Hoffmann
Sinzig. Die Freiwillige Feuerwehr Sinzig trauert um ihren Kameraden und Freund Gregor Hoffmann, der plötzlich und unerwartet im Alter von nur 57 Jahren verstorben ist.
Weiterlesen
Die St.-Pius-Straße ist bald wieder regulär befahrbar:
Bachem: Vollsperrung wird aufgehoben
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Vollsperrung der St.-Pius-Straße im Bereich der neuen Bachemer Brücke wird voraussichtlich am Montag, 24. August, aufgehoben. Ab diesem Zeitpunkt ist die Straße wieder regulär befahrbar. Die Arbeiten auf der Bachemer Brücke selbst befinden sich ebenfalls auf der Zielgeraden. Mit einer Fertigstellung und Verkehrsfreigabe ist in den nächsten Wochen zu rechnen. Hierzu wird zu gegebener Zeit informiert.
Weiterlesen