Neues Gebäude in der Carl-Löhr-Straße 6 geht Anfang Juli offizielle in Betrieb - Geringe Einschränkungen durch Umzug im Juni
Aus alt mach neu: Jobcenter zieht um
Nach langer Zeit des Suchens, Planens und Vorbereitens ist es so weit: Das Jobcenter Stadt Koblenz zieht um. Das neue Zuhause im Dienstleistungszentrum Bubenheim ist nur zwei Steinwürfe vom alten Standort entfernt, dennoch liegen zwischen alt und neu Welten
Koblenz. Manfred Stein ist kein nervöser Typ. Im Gegenteil: Der Jobcenter-Geschäftsführer steht in dem Ruf, in jeder Lage die Ruhe zu bewahren. Doch wer den Verwaltungsexperten in diesen Tagen auf sein derzeit größtes Projekt anspricht, merkt ihm die Anspannung an. Kein Wunder. Denn die Herausforderung heißt: Umzug.
Was schon für gewöhnliche Haushalte ein organisatorisches Abenteuer ist, wird für eine Einrichtung mit 130 Mitarbeiter*innen leicht zum logistischen Marathonlauf. Denn auch wenn der persönliche Kontakt zu den Kund*innen wegen Corona seit Monaten auf Sparflamme läuft, sollen die Einschränkungen in der Erreichbarkeit möglichst gering ausfallen. Und im Hintergrund müssen die „Geschäfte“ natürlich ohnehin wie gewohnt weiterlaufen. Schließlich ist das Jobcenter für die Existenzsicherung von rund 5.000 so genannten Bedarfsgemeinschaften zuständig, zu denen insgesamt knapp 10.000 Koblenzerinnen und Koblenzer gehören.
Die Vorteile, die die neue Unterkunft im Koblenzer Gewerbegebiet nahe Ikea Kund*innen und Beschäftigten des Jobcenters zu bieten hat, sind nicht zu übersehen. Beengte Verhältnisse, die Verteilung auf mehrere Gebäude und besonders für beeinträchtigte Menschen oft nur schwer zugängliche Liegenschaften werden eingetauscht gegen einen hochmodernen, nachhaltig gebauten Bürokomplex: Mehr als 4.000 Quadratmeter barrierefreie Fläche überzeugen mit modernster Technik, niedrigem Energieverbrauch und ausgeklügeltem Wegeleitsystem. Parkplätze und Bushaltestelle binden das neue Jobcenter optimal an. „Wir haben jetzt sogar Räume, die groß genug sind, um in unserem eigenen Haus Infoveranstaltungen zu planen.“ Eine Vorstellung, die Manfred Stein ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert.
Bis es so weit ist, müssen allerdings noch viele Kisten gepackt und Möbel geschleppt werden. Der eigentliche Umzug soll in mehreren Wellen über die Bühne gehen. Den Anfang macht das Flüchtlingsteam, das bislang Am Sender 5 untergebracht ist. Es meldet sich am 11. Juni am bisherigen Standort ab und zieht ins neue Gebäude in der Carl-Löhr-Straße 6 um. Das Gros der Jobcenter-Beschäftigten, bislang Am Berg 1 „zu Hause“, folgt in der Woche vom 21. bis 26 Juni nach. Zuletzt wird die Liegenschaft Am Berg 5 Ende Juni aufgegeben. Anfang Juli soll der Betrieb am neuen Standort störungsfrei weiterlaufen.
Persönliche Besuche sind während der heißen Umzugsphase nicht möglich. „Allerdings arbeiten wir wegen der Pandemie ja schon seit Monaten nur mit vorheriger Terminabsprache, so dass wir das ganz gut steuern können“, hofft Stein. „Telefonisch sind wir jederzeit erreichbar, und auch unserem krisenbewährten Online- Service kommt eine hohe Bedeutung zu. Wer ihn nutzt, wird kaum merken, dass es wegen des Umzugs zu Einschränkungen kommt.“ Auch wenn sonst alles besser wird, eine Anpassung verlangt das neue Jobcenter seinen Kunden ab: Wegen des Sicherheitskonzeptes für diese und die benachbarte Liegenschaft wird es keinen Briefkasten mehr geben, der rund um die Uhr zugänglich ist. „Abends und am Wochenende schließt sich das große Außentor.“ Briefe können vor Ort montags bis freitags von 7 Uhr bis 20 Uhr eingeworfen werden.
Gebaut hat das neue Jobcenter übrigens das Koblenzer Bauunternehmen Goldbeck, Investor ist die Lubberich Gruppe. In Kontakt kamen Jobcenter und Investor, als das Lubberich Dental-Labor im Februar 2020 von der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen – neben der Stadt Koblenz Trägerin des Jobcenters – mit einem Zukunftszertifikat ausgezeichnet wurde.
Kontaktmöglichkeiten während des Umzugs
Telefon: (02 61) 5 79 24 57 80.
Fax: (02 61) 5 79 24 57 09.
E-Mail: Jobcenter-Koblenz@jobcenter-ge.de.
Online: www.jobcenter.digital.
Pressemitteilung der
Bundesagentur für Arbeit
