Allgemeine Berichte | 07.04.2021

Eisenbahnfreunde Rhein-Ahr-Eifel geben ihre Anlage auf

Aus für Modellbau-Fans

Große Teile der Anlage werden nun verschenkt

Ende 30. Juni wird die Anlange endgültig demontiert. Foto: Privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Noch tuckert die kleine Lok über die malerische Anlage der Eisenbahnfreunde Rhein-Ahr-Eifel - aber damit ist bald Schluss. Das Vereinsheim in der Hauptstraße 31 schräg gegenüber des Bad Neuenahrer Bahnhofes wird bald abgerissen und soll einem Neubau weichen. Für die Eisenbahnfreunde wird es darin keinen Platz sein. Bis 30. Juni muss alles geräumt sein.

Der Hobbyclub der Eisenbahnfreude Rhein-Ahr-Eifel besteht nur aus zwei Personen: Richard Langner und Wilhelm Remy. Andere Mitstreiter verloren über die Jahre das Interesse an der bis zu vier Meter breiten und elf Meter langen Anlage oder traten aus Altersgründen ab. An ihrer Eisenbahn im H0-Format bastelten die Modellbaufans seit 21 Jahren. Die Anlage selbst besteht seit den 1960er Jahren. Nun, da das Schicksal des Gebäudes in dem die Anlage aufgebaut ist, besiegelt ist, rächt sich das Alter und die Handwerkskunst des Vorbesitzer. Viele Einzelteile sind fest verleimt und verschraubt. Abbauen könnte man die Anlage also nicht. „Ein Umzug kommt deshalb gar nicht in Frage,“ sagt Wilhelm Remy. Das habe man auch gar nicht versucht, wie der Bastler aus Brohl-Lützing hinzufügt. Eine Änderung des Standortes würde die Bahn mit ihrer massiven Holzkonstruktion nicht überstehen.

Dass der Tag des Abschieds irgendwann kommen würde, war den beiden Bastlern allerdings klar. Die Motivation nahm dennoch nicht ab: Eigentlich sollte in diesem Jahr die Gestaltung der Landschaft im Miniaturformat beginnen.

Teile zu verschenken

Nun stellen sich die beiden Modellbaufans Richard Langner und Wilhelm Remy die Frage: Wo hin mit den Einzelteilen? Verkaufen möchten die beiden die drei Bahnhöfe, Drehscheiben, Lokschuppen, Brücken, Autos und viele weitere Einzelteile nicht. Stattdessen sollen die Stücke verschenkt werden und neuen Besitzern eine Freude machen. Natürlich freuen sich die beiden Bahnfreunde über eine kleine Spende um die Demontage gegenzufinanzieren. Sollten sich jedoch keine neuen Besitzer finden, müsse die Anlage in den Müll, sagt Remy. Ein Schritt, den man dringend vermeiden möchte. Schließlich steckten die Bastler in den letzten zwei Jahrzehnten viel Herzblut in die Anlage. Die Modellbauer erweiterten in dieser Zeit die Landschaft um ein Parkdeck für zwei Dutzend Züge, einem sogenannten Schattenahnhof, und verlängerten die Streckengleise und bauten eine neue Nebenstrecke. Bahnnostalgiker könnten hier auf ihre Kosten kommen: Alles auf der Anlage wird analog über Relais gesteuert und die Einzelteile haben bereits die richtige Patina.

Lokomotiven und Waggons können leider nicht abgegeben werden. Die sind nur eine Leihgabe und werden an den ursprünglichen Besitzer zurückgegeben.

Wer Interesse hat, Brücken, Gebäude, Trafostationen und vieles mehr zu übernehmen, kann sich gerne bei Richard Langner, Tel.: (0 26 41) 24 69 8, E-Mail: ril.lalilu@gmail.com oder Wilhelm Remy, Tel.: (0 26 33) 16 58 melden.

ROB

Ende 30. Juni wird die Anlange endgültig demontiert. Foto: Privat Foto: Hans-Jürgen Vollrath

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Kommentare
18.04.202119:31 Uhr
Thorsten Hackner

Habe das gleiche Problem, gibt es denn eine aktuelle bzw. Hier die richtige Adresse?

11.04.202111:32 Uhr
Martin H.

Die Emailadresse im Artikel scheint nicht korrekt zu sein.

"ril.lalilu@gmail.com (ril.lalilu@gmail.com)
Die Adresse, an die Sie Ihre Nachricht gesendet haben, wurde in der Zieldomäne nicht gefunden. Möglicherweise wurde sie falsch geschrieben, oder sie ist nicht vorhanden. Versuchen Sie, das Problem zu beheben, indem Sie eine oder mehrere der folgenden Aktionen ausführen:"

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