Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine
Außergewöhnliche Ehrung für den Seniorenbeiratsvorsitzenden
Prof. Dr. Heinz-Günther Borck wird erstes Ehrenmitglied
Koblenz. Auf dem 45. Tag der Landesgeschichte, der dieses Jahr im Bonner Universitätsforum stattfand, wurde erstmals in der 166jährigen Geschichte des Gesamtvereins eine Ehrenmitgliedschaft verliehen. Die Urkunde wurde Borck im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung „für seine außergewöhnlichen Leistungen als Herausgeber der Blätter für deutsche Landesgeschichte und als langjähriger 2. Vorsitzender“ überreicht. Der Gesamtvereinsvorsitzende Prof. Dr. Manfred Treml hob in seiner Laudatio auch den streitbaren Einsatz gegen unchristliche und verfassungswidrige Altersdiskriminierungen in Kirche, Staat und Gesellschaft hervor.
Der Gesamtverein wurde nach der gescheiterten Revolution von 1848/49 gegründet, um in der Vielheit der Städte, Territorien und Staaten auf deutschem Boden die Einheit der deutschen Geschichte zu suchen; dazu sollten die zahlreichen regionalen und lokalen Geschichtsvereine zusammenwirken.
In seiner Dankesrede wies Borck darauf hin, dass Landesgeschichte als Mittel der Identitätsfindung und zur Schaffung von Landesbewusstsein auch heute noch einen hohen Stellenwert hat. Dies hat in Rheinland-Pfalz die Landtagskommission für die Geschichte des Landes immer wieder betont, und mehrere Landesverfassungen, darunter die von Bayern und Mecklenburg-Vorpommern, nehmen ausdrücklich Bezug auf die Verantwortung aus der Geschichte. Andere Landesverfassungen, darunter auch die von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, unterstellen die Denkmäler der Geschichte ausdrücklich dem Schutze des Staates.
Pressemitteilung des
Seniorenbeirat der Stadt Koblenz
