500 Jahre Leipziger Disputation – Wie ein Bruttiger Geschichte schrieb
Ausstellung zum Leben und Wirken von Petrus Mosellanus
Bruttig. Die Leipziger Disputation jährt sich in diesem Jahr zum 500. Mal. Führende deutsche Katholiken lieferten sich damals in Leipzig ein geistiges Ritterturnier, Disputation genannt. Da es auch um die 1517 an die Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagenen Thesen ging, waren junge, damals noch unbekannte Doctores wie Martin Luther und Philipp Melanchthon anwesend. Leipzig und viele andere evangelisch geprägte Städte feiern in diesem Jahr 500 Jahre Leipziger Disputation - das für die „Neuzeit“ Europas entscheidende Ereignis.
Der Moselaner Petrus Mosellanus, Peter Schade aus Bruttig, war als Rektor der Universität Leipzig eine Geistesgröße und durfte die denkwürdige Disputation eröffnen, die die reformatorische Bewegung erst formte. Dass Petrus Mosellanus den Ort Bruttig so in die Weltgeschichte schrieb, nimmt man in der Gemeinde zum Anlass, an sein Leben und Wirken zu erinnern.
Im Rahmen der Veranstaltung in der Ehemaligen Synagoge in Bruttig skizziert Stephan Idel zur Einstimmung Sinn und Bedeutung der Leipziger Disputation. Im Zentrum des Abends steht ein Vortrag von Wilfried Hess über Petrus Mosellanus. Hess, ein Bruttiger, ist Gründer der Interessengemeinschaft Petrus Mosellanus. Er ist ein Kenner, Sammler und Archivar vieler Exponate zur Erinnerung, die er für eine kleine Ausstellung mitbringen wird, um den Gästen Petrus Mosellanus, seine Person und sein Wirken näherzubringen.
Veranstalter ist der Förderverein Ehemalige Synagoge Bruttig e.V., der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den geschichtsträchtigen Mauern der Synagoge mit kulturellen Veranstaltungen wieder neues Leben einzuhauchen. Das restaurierte Gebäude in der Mühlenbachstraße 12 im Ortskern von Bruttig ist regelmäßig Schauplatz von Lesungen, Konzerten und Ausstellungen. Termin: Samstag, 29. Juni, Beginn 19:30 Uhr, Eintritt frei.
