Rheinbacher Stadtsoldaten empfingen Gäste aus dem Münsterland
Austausch unter Karnevalisten
Prinzenklub aus Gescher besuchte auf Initiative von Willi Hohn die Glasstadt
Rheinbach. Es ist landläufig bekannt, dass Karneval nicht nur im Rheinland gefeiert wird. Selbst im tiefsten Westfalen feiern die Karnevalsfreunde ausgiebig die fünfte Jahreszeit.
Durch seine berufsbedingten Kontakte bei der Bundeswehr hatte der Vorsitzende und Kommandant der Rheinbacher Stadtsoldaten, Willi Hohn, seinen Kollegen Manfred Blesenkämper, der im Munitionsdepot der Bundeswehr Wülfen arbeitet, kennengelernt. Beide hatten bei einer Sitzung des Personalrats der Bundeswehr die erste Unterredung, bei der auch Karneval ein Thema war. Schnell war man sich einig, dass man mit dem Karnevalsverein aus Gescher im Kreis Borken im Münsterland, dem Blesenkämper angehört, ein Treffen vereinbaren sollte.
Um dies in die Tat umzusetzen, hatte Hohn den Club der Ex-Prinzen der Karnevalsfreunde aus Gescher in den „Turm der Stadtsoldaten“ nach Rheinbach eingeladen.
Über zwanzig aktive Karnevalisten aus Westfalen waren der Einladung, um die Stadtsoldaten und Rheinbach besser kennenzulernen. Bei ihrer zweitägigen Tour besuchten die Gäste das Glasmuseum und schauten sich die Stadt an. Gegen Mittag war ein gemeinsames Mittagessen im Brauhaus angesetzt. Am Abend trafen sich die Karnevalsfreunde mit den Stadtsoldaten Rheinbach im Wasemer Turm. Hier erwartete die Gäste ein reichhaltiges Büffet und so manches kühle Kölsch, obwohl in Westfalen eher Pils als Getränk angesagt ist.
„Unsere Freunde aus Gescher hatten eine Menge Spaß und haben mit uns bis weit nach Mitternacht gefeiert.
Zum Schluss wurde Kölsch aus Pilsgläsern getrunken“, freute sich Hohn über den gelungenen Besuch.
Am Sonntagmorgen besuchten sie in Oberdrees, der Hochburg des Karnevalswagenbaus, die Wagenbauhallen. Fachmännisch begleitet wurden die Gäste von Peter Hidien von der KG Oberdrees, der über 30 Wagen präsentieren konnte.
Einen Gegenbesuch bei den Karnevalsfreunden in Gescher haben die Rheinbacher Stadtsoldaten bereits fest ins Auge gefasst.
„Wir freuen uns, unsere Freunde im nächsten Jahr wieder zu sehen. Wir nehmen dann auch eine Kiste Kölsch mit“, erklärte Hohn zum Abschied mit einem Augenzwinkern.
Alfred Eich
