Allgemeine Berichte | 25.06.2024

Mediterrane Serenadenmusik in der Synagoge Niederzissen

Balsam für die Seele

Richard Keuler (links) bedankte sich bei den Musikern (von links nach rechts) Niklas Liepke, Claudio Piastra, Syon Najman, Céline Eberhardt und Giulia Rimonda.  Foto: Gisela Reichrath

Niederzissen. Zum Auftakt des Sommers erklang sommerliche Serenadenmusik in der ehemaligen Synagoge Niederzissen. Vor ausverkauftem Haus spielten sich der Meister-Gitarrist Claudio Piastra aus Parma mit vier jungen Streichern der Villa Musica, Niklas Liepe, Violine, Giulia Rimonda, Violine, Céline Eberhard, Bratsche, und Syon Najman, Violoncello, in die Herzen der begeisterten Besucher. Mit dem Trio für Violine des „Teufelsgeigers“ Niccolò Paganini (1782-1840) sorgten Niklas Liepe, Syon Najman, und Claudio Piastra für den italienisch virtuosen Auftakt. Bei dem viersätzigen Stück in D-Dur, lag die melodische Führung im stetigen Wechsel bei Violine und Violoncello, während die Gitarre fast durchgehend in Akkorden begleitete und im Menuett zu einem Streifzug durch europäische Tanzsäle führte, mit schnellen und langsamen Walzermelodien bis hin zu volkstümlichen Tänzen aus Paganinis Heimatstadt Genua im Rondo-Finale.

Dem schlossen sich, sichtlich zur Freude der Konzertbesucher, sieben Beatles-Songs in stimmungsvollen Arrangements für Gitarre und vier Streicher des Kubaners Leo Brouwer (*1939) an, die er 1995 unter dem Titel „From Yesterday to Penny Lane“ publizierte. Besonders beeindruckend war dabei der Auftritt der Musikerinnen und Musiker als Quintett mit der melodischen Führung durch die Gitarre und gelegentlich auch der ersten Violine, gespielt von der jungen Italienerin Giulia Rimonda.

Als Duettpartnerin von Claudio Piastra konnte sie erneut ihr Können beim Andalusischen Tanz Nr. 5 aus den spanischen Tänzen von Enrique Granados (1868-1916) präsentieren. Bemerkenswert ist, dass der Pianist und „Nationalmusiker“ Enrique Granados keine Originalwerke für Gitarre geschrieben hat, obwohl er aus der Gitarrenhochburg Spanien stammte. Das Musikstück Andaluza ist seine Huldigung an das schöne Andalusien. Ein absoluter Höhepunkt und klangvoller Abschluss des Konzertes bildete das bekannte „Fandango-Quintett“ von Luigi Boccherini (1743-1805), bei dem wiederum alle fünf Interpreten ein „Laboratorium des Klangs“ entfachten, wie die Musik Boccherinis vielfach genannt wird und mit dem Konzert in der Synagoge Niederzissen im besten Sinne „mediterrane Musik“ zum Saisonmotto der Villa Musica passte.

Nächstes Konzert mit der Gruppe Nid de Poule am Samstag, 14. September, 19 Uhr. Reservierungen unter: info@khv-niederzissen.de oder Tel. 02636-6482. Nähere Informationen unter: www.ehem-synagoge-niederzissen.de/veranstaltungen.

Richard Keuler (links) bedankte sich bei den Musikern (von links nach rechts) Niklas Liepke, Claudio Piastra, Syon Najman, Céline Eberhardt und Giulia Rimonda. Foto: Gisela Reichrath

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