Barmherzige Brüder Saffig
Barmherzige Brüder Saffig sind „Partner der Feuerwehr“
Auszeichnung für vorbildliche Unterstützung der freiwilligen Einsatzkräfte in der Dienstgemeinschaft
Saffig. Die Einsatzstärke der Feuerwehr ist in hohem Maße auf das Engagement freiwilliger Feuerwehrkräfte angewiesen. Doch auch deren Arbeitgeber nehmen eine tragende Rolle wahr, da diese ihre Mitarbeitenden für den Feuerwehrdienst freistellen müssen. Der Landesfeuerwehrverband und Innenminister Roger Lewentz haben kürzlich mehrere Betriebe aus Rheinland-Pfalz ausgezeichnet, die in dieser Hinsicht eine Vorbildfunktion darstellen. Darunter auch die Barmherzigen Brüder Saffig, die seit Beginn dieses Jahres die Tagesalarmbereitschaft in der Verbandsgemeinde Pellenz unterstützen. Dafür wurde die Einrichtung nun offiziell mit dem Förderschild „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet. Hausoberer Frank Mertes nahm die Plakette vor dem Feuerwehrmuseum in Hermeskeil, vor den Augen der ca. 50 geladenen Gäste, mit Freude entgegen. „Zum allseitigen Nutzen unseres bürgerlichen Zusammenlebens wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Feuerwehrangehörigen fördern“, begründet Frank Hachemer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz, die Würdigung. Die Unterstützung von freiwilligen Feuerwehrleuten durch deren Arbeitgeber ist zwar gesetzlich vorgeschrieben, aber keinesfalls eine Selbstverständlichkeit: Finanzielle und organisatorische Schwierigkeiten stellen viele Unternehmen in diesem Zusammenhang vor eine große Herausforderung. Innenminister Roger Lewentz dankt daher nicht nur den Feuerwehrangehörigen für deren Einsatz, sondern auch den Arbeitgebern, „die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und die Feuerwehrkräfte bei der Ausübung ihres Ehrenamts unterstützen“. Zum Hintergrund: Die Barmherzigen Brüder Saffig stellen Mitarbeitende, die in ihren Heimatgemeinden aktive Feuerwehrleute sind, für Übungen und Einsätze frei. Darüber hinaus haben sich neun Mitarbeitende der Einrichtung erstmalig zu Feuerwehrmännern und –Frauen ausbilden lassen. Möglich machte dies eine zweiwöchige Vollzeitausbildung, die in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Saffig und der VG Pellenz durchgeführt werden konnte. Indem sie eine kurze Ausrückzeit problemlos ermöglichen, stellen die zusätzlichen Kräfte vor allem tagsüber eine große Bereicherung für die Löschzüge dar. Keine Selbstverständlichkeit angesichts der Tatsache, dass das Engagement in der Feuerwehr vielerorts rückläufig ist: In der Regel kommen heute weniger als 50 Prozent der freiwilligen Feuerwehrleute aus den Heimatgemeinden oder der näheren Umgebung.
